ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Klinische Gastroenterologie und Stoffwechsel

BÜCHER

Klinische Gastroenterologie und Stoffwechsel

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): A-3256 / B-2738 / C-2425

Adler, G.; Beglinger, C.; Manns, M. P.; Müller-Lissner, S.; Schmiegel, W.

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LNSLNS Gastroenterologie
Ungewöhnliche Gliederung
G. Adler, C. Beglinger, M. P. Manns, S. Müller-Lissner, W. Schmiegel (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie und Stoffwechsel. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2000, XVI, 1103 Seiten, 329 Abbildungen, davon 117 in Farbe, 223 Tabellen, gebunden, 298 DM
Nun legt auch der Springer-Verlag als Letzter der deutschen Buchverlage ein Werk über die klinische Gastroenterologie vor. An den Aufbau mit Sektionen zu Motilitätsstörungen, entzündlichen Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Ernährungsstörungen, Erkrankungen des Stoffwechsels und vaskulären Erkrankungen muss man sich erst gewöhnen, doch macht es durchaus Sinn, nicht immer nur nach Organabschnitten zu gliedern. Der Inhalt ist hochaktuell, die Autoren sind Experten auf ihrem Gebiet.
Einige Kritikpunkte: Die endoskopischen Farbabbildungen sind schlecht und sollten in der nächsten Auflage durch videoendoskopische Aufnahmen ersetzt werden. Das Buch hatte offensichtlich eine lange Vorlaufstrecke. So sind die als wünschenswert bezeichneten COX2-selektiven NSAR-Medikamente zwischenzeitlich schon längst auf dem Markt.
Auch einige Statements wie die, dass Helicobacter-pylori-induzierte Gastritiden mit Atrophie extrem selten in eine perniziöse Anämie übergehen, bedürfen wohl einer Korrektur, gehen doch 50 Prozent der Autoimmungastritiden auf eine H.-p.-Infektion zurück. Der Satz „boil it, peel it, or forget it“, sollte noch durch „cook it“ ergänzt werden. Bei dem Kapitel über die mesenchymalen Magentumoren sollte vielleicht auf die Möglichkeit der endosonographischen Diagnostik hingewiesen werden. Insgesamt handelt es sich um ein sehr gediegenes Werk, das hervorragende Informationen liefert, wenn man sich einmal an die ungewöhnliche Gliederung gewöhnt hat. Zunächst muss man etwas suchen, aber man findet alles, was man braucht. Wolfgang Rösch
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