ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Spekulationsgewinne: Gemeinsames Depot sinnvoll

VARIA: Wirtschaft

Spekulationsgewinne: Gemeinsames Depot sinnvoll

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): A-3283 / B-2639 / C-2391

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LNSLNS Führen Ehepaare gemeinsame Bankkonten und Wertpapierdepots, sparen sie nicht nur Gebühren und Spesen. Ein gemeinsames Depot verschafft auch Vorteile bei der Besteuerung von Kursgewinnen. Steuerpflicht besteht dann, wenn Aktien innerhalb von zwölf Monaten nach dem Kauf zu einem höheren Kurs wieder verkauft werden. Der Fiskus verlangt bisher nur dann seinen Teil, wenn der Ertrag mindestens 1 000 DM im Kalenderjahr beträgt. Wird diese Freigrenze überschritten, muss der gesamte Spekulationserlös versteuert werden.
Bei Verheirateten können beide Partner diese Freigrenze nutzen. Erreicht jedoch einer die 1 000-DM-Grenze, müssen beide ihre Spekulationsgewinne versteuern – auch dann, wenn der andere unter der Freigrenze liegt. Günstiger ist es für das Ehepaar, wenn das Depot auf beide Namen läuft. Die Freigrenze verdoppelt sich für dieses Depot auf
2 000 DM. Darauf macht die Allgemeine Deutsche Direktbank, Frankfurt am Main, aufmerksam.
Noch höher steigt die Freigrenze, wenn die Steuerreform in Kraft tritt. Ab dem Jahr 2002 werden Spekulationsgewinne nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Das bedeutet, dass nur noch die Hälfte der Kursgewinne, die vor Ablauf eines Jahres erzielt werden, bei der Einkommensteuer berücksichtigt wird. Die Freigrenze je Person verdoppelt sich damit faktisch auf 2 000 DM. Ehepaare mit einem gemeinsamen Depot müssen dann also erst Steuern bezahlen, wenn ihr Spekulationsgewinn 4 000 DM erreicht. PER
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