ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1996Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls – Tiklyd®: Sorgfältiges Therapiemanagement ist erforderlich

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Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls – Tiklyd®: Sorgfältiges Therapiemanagement ist erforderlich

EB

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LNSLNS Um seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen des Thrombozytenfunktionshemmers Tiklyd® (Ticlopidin) des Uternehmens Sanofi Winthrop auszuschließen, ist ein sorgfältiges Therapiemanagement erforderlich. Bis zwei Wochen nach Abschluß der Behandlung sollte das Differentialblutbild kontrolliert werden. Bei bestimmten Blutbild-Parametern (Neutrophile < 1 500, Thrombozyten < 100 000/mm3) sollte das Medikament abgesetzt werden. Patienten, deren Kooperation bei der Kontrolle des Blutbilds nicht zu erwarten ist, sollten nicht mit Tiklyd® behandelt werden.
Besonderer Beachtung bedürfen klinische Zeichen von Thrombozytopenie wie erhöhte Blutungsneigung, Hämatome, Purpura oder Teerstuhl sowie Anzeichen von Neutropenie wie Fieber, Halsentzündung oder Mundgeschwüre.


Wirkungsprinzip
Die Substanz Ticlopidin wird zur Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls nach komplettem Hirninfarkt sowie nach Schlaganfallvorboten eingesetzt. Sie wirkt spezifisch auf die Fibrinogenbindung an den GPIIb/IIIaRezeptoren der Thrombozyten und verhindert so die ADP-induzierte Thrombozytenaggregation. EB

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