ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2000Kran­ken­ver­siche­rung: Beitragsbemessungsgrenzen werden angeglichen

Versicherungen

Kran­ken­ver­siche­rung: Beitragsbemessungsgrenzen werden angeglichen

Dtsch Arztebl 2000; 97(48): [71]

EB

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LNSLNS Am 1. Januar 2001 wird die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung für die neuen Bundesländer an die im Westen angeglichen. Damit können sich die Versicherungsbeiträge im Osten teilweise deutlich erhöhen. Die Beitragsbemessungsgrenze – sie gibt den monatlichen DM-Betrag wieder, bis zu welchem Beiträge für die Sozialversicherung gezahlt werden müssen – beträgt von 2001 an bundeseinheitlich 6 525 DM im Monat beziehungsweise 78 300 DM im Jahr. Sie liegt derzeit noch bei 6 450 DM monatlich im Westen und 5 325 DM im Osten.
Ein Beispiel: Ein leitender Angestellter in den neuen Bundesländern verdient 80 000 DM im Jahr. Bisher kostet seine Kranken- und Pflegeversicherung (bei einem Beitragssatz von 13,3 Prozent beziehunsgweise 1,7 Prozent) rund 799 DM im Monat. Davon tragen er und sein Arbeitgeber jeweils die Hälfte, also 399,50 DM. Vom nächsten Jahr an liegt der Beitrag bei 979 DM. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen je 489,50 DM monatlich. Jährlich ergeben sich Mehrkosten in Höhe von rund 2 000 DM.
Wie kann Abhilfe geschaffen werden? Als freiwillig versichertes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse kann der Versicherte seine Mitgliedschaft jederzeit mit einer Frist von zwei Monaten kündigen und sich bei einer anderen Krankenkasse versichern, die einen günstigeren Beitragssatz berechnet. Die Unterschiede betragen derzeit bis zu drei Prozentpunkte. Eventuell lohnt es sich aber auch, eine private Kran­ken­ver­siche­rung abzuschließen. Auch hier trägt der Arbeitgeber in der Regel die Hälfte der Versicherungsbeiträge der vergleichbaren Pflichtkrankenkasse.
Wer wissen will, ob sich für ihn ein Wechsel von der Gesetzlichen zu einer privaten Kran­ken­ver­siche­rung lohnt, kann sich zum Beispiel im Internet auf der Website www. asuro.de informieren. EB
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