ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Pharmaverband: Budgets stoßen auf Ablehnung

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Pharmaverband: Budgets stoßen auf Ablehnung

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LNSLNS Einer Emnid-Umfrage zufolge fürchten die Patienten Unterversorgung.
Das Vertrauen der Patienten in das deutsche Gesundheitssystem ist erschüttert.“ Dies folgert die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Cornelia Yzer, aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Es hatte im Auftrag des VFA 1 891 Personen befragt. Danach glauben 63 Prozent der Kassenpatienten und 67 Prozent der Privatversicherten, dass gesetzlich Krankenversicherte eine schlechtere Gesundheitsversorgung erhalten. 69 Prozent der Befragten halten das Arzneimittelbudget für gefährlich, weil es zur Unterversorgung führe. 34 Prozent meinen, dass es notwendig sei, weil es keine Finanzierungsalternative gebe. Bei der Frage nach Einschränkungen der medizinischen Versorgung gaben 9,3 Prozent der GKV-Versicherten an, dass bei ihnen in den vergangenen zwölf Monaten die Verordnung eines Arzneimittels abgelehnt oder verschoben wurde. Nach diesen Umfrageergebnissen kann nach Ansicht von Yzer nicht länger geleugnet werden, dass das Arzneimittelbudget eine Hauptursache für Unterversorgung ist.
Als „extrem zweifelhaft“ hat der Vorstandsvorsitzende der Gmünder Ersatzkasse GEK, Dieter Hebel, die Ergebnisse der Umfrage bezeichnet: „Wenn die Ärzte sparsam verordnen, wie das unter dem Budget der Fall ist, spürt das die Industrie bei den Umsätzen. Und das ist aus meiner Sicht der eigentliche Hintergrund der Studie.“
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