ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000HIV/Aids: Epidemie in Osteuropa

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HIV/Aids: Epidemie in Osteuropa

Dtsch Arztebl 2000; 97(49): A-3297 / B-2773 / C-2461

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LNSLNS Bilanz anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember
Die Zahl der HIV-Infizierten hat sich im Verlauf dieses Jahres in Osteuropa fast verdoppelt. Besonders stark ist die Russische Föderation betroffen. Hier ist die Zahl der Neuinfektionen höher als in allen Vorjahren der Epidemie zusammen. Dies berichtete Dr. Peter Piot, Exekutivdirektor des UNAIDS-Programms anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember.
Die Spitzenposition nehme weltweit jedoch weiterhin das südliche Afrika ein. Piot geht davon aus, dass sich in den nächsten Jahren die Epidemie noch verschlimmern wird, bevor es zu einer Abschwächung kommt. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), wies in Berlin auf die Mitverantwortung aller Staaten bei der Bekämpfung der Immunschwächekrankheit hin. Durch Investitionen in die Gesundheitssysteme der Entwicklungsländer solle die Epidemie gebremst werden. In Deutschland sei die Situation vergleichsweise gut, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). Wie in den Vorjahren werden in Deutschland für das Jahr 2000 etwa 2 000 HIV-Neuinfektionen erwartet. Derzeit sind etwa 37 000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert; die Überlebensrate der Betroffenen sei aufgrund der verbesserten Therapiemöglichkeiten seit 1996 leicht angestiegen.
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