ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Medizinstudium: Chance für neue Medien

BRIEFE

Medizinstudium: Chance für neue Medien

David, Dagmar M.

Zu dem Beitrag „Anatomie in der Zange: Gefährdung von zwei Seiten“ von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Welsch in Heft 31–32/2000:
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LNSLNS Professor Welsch zeichnet ein Idealbild des Medizinstudiums, das mir in meinem Studium nicht beziehungsweise nur in der Person einzelner Professoren begegnet ist. Eine „individuelle Begleitung der Medizinstudenten“ mag an „kleineren Fakultäten“ noch ein Anspruch sein – in Jahrgängen mit mehreren Hundert Erstsemestern ist das eine Illusion. Bei circa 1 100 Studienanfängern Jahr für Jahr kann es nicht verwundern, wenn es längst Realität ist, was Professor Welsch als Verlust des „Wesens“ der Universitätsausbildung betrachtet: „lediglich den notwendigen Wissensstoff für den Arzt anzubieten und abzuprüfen“.
Hier liegt eine Chance im Einsatz von neuen Medien, die das Wissen vermitteln helfen. Sie sollen Bereiche nicht ersetzen, sondern ergänzen, denn es bedarf immer einer Betreuung durch „Im-Fach-Erfahrene“, die Fragen beantworten können. Gute Programme, die verschiedene Lernformen unterstützen, können komplexe Zusammenhänge zum Teil anschaulicher und durchaus auch schneller vermitteln, als das bisher mit herkömmlichen Lehrmaterialien möglich ist. Sie beinhalten auch die Chance, dass wieder Zeit bleibt für eine individuellere Betreuung der Studentenschaft in Seminaren. Es könnte wieder das vermittelt werden, was Professor Welsch für so elementar hält und das in vielen Bereichen abhanden gekommen ist.
Dr. med. Dagmar M. David, Paulistraße 10, 40597 Düsseldorf

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