ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Kassenärzte: Zahl der Krankenkassen senken

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Kassenärzte: Zahl der Krankenkassen senken

Metzler, Claus

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „Peinlich transparent“ von Josef Maus in Heft 40/2000:
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LNSLNS . . . Eine Rechnung mit DM-Beträgen an die Patienten, die sie danach bei ihrer Krankenkasse einreichen, brächte Transparenz für alle. Für die Patienten brächte es Transparenz in die vom Arzt erbrachten Leistungen und die dafür berechneten Kosten. Es wäre nachprüfbar, ob die Leistungen tatsächlich erbracht wurden und welches Honorar der Arzt tatsächlich für jede Leistung erhält. Bei Umfragen wurden die Honorare für eine Leistung immer auf das Sieben- bis Achtfache des tatsächlichen Honorars geschätzt. Für die Ärzte wäre diese Abrechnungsart transparenter, weil besser kalkulierbar. Für die Krankenkassen wäre dieses System ebenfalls transparenter, wird aber abgelehnt, weil dadurch auch die Verteilung der Versichertenbeiträge klarer würde.
Wir Ärzte lassen uns als „Abrechnungsbetrüger“ und „Abzocker“ beschimpfen. Ich frage mich vor dem Hintergrund der neuesten Zahlen, auf wen diese Bezeichnungen besser passen. Hier kann ich auch unseren Standesvertretern einen Vorwurf nicht ersparen. Keiner sagt den Vertretern der Krankenkassen klar, jedenfalls kommt das in den Mitteilungen an die Basis nicht zum Ausdruck, dass 630 Krankenkassen mit Hunderten von Filialen im Jahre 1999 zu einer Steigerung der reinen Verwaltungskosten um 5,25 Prozent auf 14,03 Milliarden DM gegenüber dem Vorjahr geführt hat . . .
Dr. med. Claus Metzler, Karlstraße 12–14, 51143 Köln

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