ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1996Medizinhistorische Ausstellung in Dresden: Homöopathie feiert 200. Geburtstag

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Medizinhistorische Ausstellung in Dresden: Homöopathie feiert 200. Geburtstag

Wiehl, Martin

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LNSLNS 1796 formulierte der in Meißen geborene Samuel Hahnemann den zentralen Gedanken der homöopathischen Lehre: "similia similibus curentur." Aus Anlaß des 200. Geburtstages der Homöopathie zeigt das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden die wichtigsten Gegenstände und Dokumente aus dem Nachlaß ihres Begründers. Diese Objekte werden seit Jahrzehnten getrennt in London und in Stuttgart aufbewahrt und waren in dieser Vollständigkeit noch nie zu sehen. Den bedeutenderen Teil des Hahnemann-Nachlasses betreut das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart, das auch Mitveranstalter der Ausstellung ist. Diese Sammlung besteht unter anderem aus einer umfangreichen Bibliothek, den Autographen und persönlichen Gegenständen Samuel Hahnemanns. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört die Kollektion seiner Haus- und Reiseapotheke aus dem Stuttgarter Bestand.
Um die Entwicklung der Homöopathie vor dem medizinhistorischen Hintergrund verständlich zu machen, stellt die Ausstellung zunächst die Grundbegriffe dieser Heilkunde vor. Geräte zur manuellen Herstellung und moderne Maschinen aus der industriellen Produktion veranschaulichen, wie homöopathische Medikamente nach präzisen Vorschriften hergestellt werden. An diese Einführung schließt sich ein Rückblick in die Vorgeschichte der "Vier-Säfte-Lehre" an und führt dann zum Wirken Hahnemanns über. Der Ausbreitung, Entwicklung und Veränderung der Homöopathie im 19. und 20. Jahrhundert ist ein weiterer Ausstellungsteil gewidmet. Den Abschluß bildet eine Demonstration anderer alternativer Heilmethoden.
Die Ausstellung "Homöopathie 1796 bis 1996. Eine Heilkunst und ihre Geschichte" ist bis zum 20. Oktober im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, zu sehen. Ein Katalog ist an der Kasse für 29,80 DM oder im Buchhandel für 48 DM erhältlich. Martin Wiehl
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