ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Allgemeinmedizin: Abstimmung „mit den Füßen“

BRIEFE

Allgemeinmedizin: Abstimmung „mit den Füßen“

Dann, Detlef

Zu der Meldung „Weiterbildung liegt brach“ in Heft 45/2000:
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LNSLNS Die Absicht, Weiterbildungsstellen in Allgemeinmedizin attraktiv zu machen, ist ehrenhaft. Doch die jungen Kollegen in Ausbildung stimmen schon „mit den Füßen“ ab: Sie bleiben weg.
Nach dem Willen und den Erlassen der KBV wird die angewandte Allgemeinmedizin in praxi systematisch amputiert und entblutet. Sonderleistungen werden reglementiert (Sono) oder abgewürgt (Endoskopien) oder in eine Konsultationsziffer bis zur Unkenntlichkeit gequetscht.
Was dem Allgemeinmediziner bleibt: Beratung gegen die Angst in den diversen Nachsorgeprogrammen, Arbeitsunfähigkeiten und Rezeptwünsche zu attestieren, zeit- und geduldintensive Hausbesuche zu machen, das Versorgungsamt für 30 DM oder die BfA (Bericht) für 35 DM zu füttern; nein, die jungen Kollegen haben Recht, wenn sie fernbleiben. Das ist gehobener Büroservice, nicht „Allgemeinmedizin“.
Dr. med. Detlef Dann, Schlossstraße 1, 55411 Bingen
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