ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Krankenhaus: Gratisüberstunden sind das Problem

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Krankenhaus: Gratisüberstunden sind das Problem

Terfloth, Klaus

Zu dem Beitrag „Jeden Tag ein kleiner Roman“ von Jens Flintrop in Heft 38/2000:
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LNSLNS Auch ich als „altgedienter“ Krankenhausarzt stöhne unter der Last der Dokumentations- und Verwaltungsarbeit. Mir fehlt allerdings der meines Erachtens entscheidende Grund, warum die Verwaltungen wenig tun, durch Mehrfachnutzung von bereits vorhandenen Daten den Arbeitsaufwand zu minimieren, und auch Ärzte Arbeiten durchführen lassen, für die sie „überbezahlt“ sind. Meines Erachtens liegt es daran, dass Überstunden „gratis“ erbracht werden, entweder mit Freizeitausgleich am Sankt-Nimmerleins-Tag oder gar nicht registriert. Dadurch reduzieren sich die Kosten für die ärztliche Arbeitsstunde auf ein Maß, das unter dem eines qualifizierten Dokumentationsmitarbeiters liegt. Da der Arzt im Gegensatz zu anderen Mitarbeitern durch die Patienten zur Mehrarbeit erpressbar ist, lohnt es sich damit für die Verwaltungen, Arbeiten auf Ärzte zu verschieben.
Dr. med. Klaus Terfloth, Ludorffstraße 32, 58644 Iserlohn
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