ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2000Niederländische Karibik: Koloniales Flair

VARIA: Reise / Sport / Freizeit

Niederländische Karibik: Koloniales Flair

Dtsch Arztebl 2000; 97(49): A-3357 / B-2827 / C-2624

Clade, Harald

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LNSLNS Guesthouses und Eateries geben dem Urlauber die Möglichkeit, die Inseln Aruba, Bonaire, Curaçao, Saba, Statia und St. Maarten kennen zu lernen, das Reisebudget zu schonen. Zum Nulltarif vermittelt ein Besuch der Straßenfestivals das ganze Jahr über einen Eindruck von karibischer Lebensfreude.
Außer in Hotels der preiswerten Kategorie kann man günstig in einem Gästehaus übernachten. Appartements bieten eine weitere Alternative. Für Bonaire ist eine Broschüre, die eine gute Übersicht über die Appartementangebote der Insel bietet, erschienen. Informationen sind auch auf den Internetseiten des Dutch Caribbean Travel Centers abrufbar. Die Unterkünfte können direkt von der Homepage aus gebucht werden.
Sowohl die ABC-Inseln als auch die SSS-Inseln können von verschiedenen mitteleuropäischen Airports direkt erreicht werden, am besten von Amsterdam. Durch die Wahl seines Zielflughafens ist der Urlauber aber nicht auf eine Reisedestination festgelegt. Verschiedene Island-Hopper-Tickets ab 135 $ ermöglichen, zwischen den Inseln zu pendeln.
Aruba ist die Insel mit den saubersten und weitläufigsten Stränden. Auf der dem Wind zugewandten Seite der Insel im Osten gibt es wilde, zerklüftete Klippen. Die steife Brise hat mit der Natural Bridge ein Naturwunder geschaffen. Dem Wind verdanken auch die Wahrzeichen von Aruba, die Divi-Divi-Bäume, ihre Form: Der beständig aus einer Richtung wehende Passat hat ihre Kronen zu natürlichen zerzausten Wetterfahnen verformt.
Von Bonaire heißt es, die Insel sei unter Wasser am schönsten. Das sie umgebende Korallenriff ist seit 1979 als „Bonaire Marine Park“ unter Naturschutz gestellt. Hier finden sich Vorzeige-Tauchreviere, die vom Land aus erreichbar sind. Von den ABC-Inseln ist Bonaire am wenigsten touristisch erschlossen. Der „Washington Slagbaai Nationalpark“ war das erste Naturschutzgebiet der Niederländischen Antillen.
Dem kolonialen Erbe der Niederländischen Antillen nähert man sich am eindrucksvollsten auf Curaçao. In der durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Inselhauptstadt Willemstad künden mehrere Straßenzüge von der Baukunst vergangener Zeiten. Den schönsten Eindruck von der Architektur des 18. Jahrhunderts vermitteln Gravenstraat, Gasthuisstraat und Conscientiesteg. Mit der Begräbnisstätte Beth Haim hat Curaçao zudem den ältesten jüdischen Friedhof der Neuen Welt. Noch heute trifft sich die jüdische Gemeinde der Insel in der 1732 eingeweihten Synagoge Mikve Israel-Emanuel.
Die drei SSS-Inseln haben aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs einen anderen geographischen Charakter. Hier findet man Landschaften fast wie in der Schweiz. Saba ist mit 13 Quadratkilometern die kleinste der Inseln.
Auch St. Eustatius ist eine Insel der Ruhe, wo man Land und Leute abseits touristischen Trubels entdecken kann. Hier erheben sich zwei Vulkanmassive über die Insel.
St. Maarten ist die kleinste Insel der Welt, die sich zwei Staaten teilen. 1638 wurde die Insel zwischen Holland und Frankreich aufgeteilt; dieser Vertrag ist bis heute gültig. So finden sich auf der Insel auch zwei Hauptstädte – Philipsburg im niederländischen Teil im Osten und Marigot im französischen Teil im Westen des Eilands. Dies ist auch der Hafen der Fähren nach Anguilla, britische Kronkolonie mit
Autonomiestatus. Eine 30-minütige Katamaran-Fährenüberfahrt lohnt sich, um einen der 37 Puderzuckerstrände Anguillas ganz für sich zu entdecken. Harald Clade


Aruba/San Nicolas – die schummrig-schöne In-Kneipe
mit langer kolonialer Tradition: „Charlies Bar“, inzwischen in dritter Generation durch Eigentümer geführt
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