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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans Schaefer, von 1950 bis 1974 Direktor des I. Physiologischen Instituts der Universität Heidelberg, wurde am 13. August 90 Jahre alt.
Hans Schaefer wurde 1906 in Düsseldorf geboren. Von 1925 bis 1930 studierte er Medizin in München, Königsberg, Düsseldorf und Bonn, wo er das Staatsexamen ablegte und zum Dr. med. promoviert wurde. Von 1930 bis 1939 war Dr. Schaefer am Physiologischen Institut der Universität Bonn tätig und habilitierte sich dort 1933 im Fach Physiologie. 1940 wurde er mit der Leitung der Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie am Kerckhoff-Institut in Bad Nauheim betraut. Ab 1942 war Schaefer Direktor des KerckhoffInstituts für Kreislaufforschung in Bad Nauheim. 1948 war er Mitbegründer der Max-Planck-Gesellschaft. 1949 berief ihn die wiedererrichtete Medizinische Fakultät der Universität Gießen auf einen Lehrstuhl für Physiologie, ehe er 1950 nach Heidelberg auf den Lehrstuhl für Physiologie und als Direktor des Physiologischen Instituts wechselte. 1961 übernahm Schaefer dort auch die Aufgaben des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Sozial- und Arbeitsmedizin.
Große Anerkennung brachte ihm die Herausgabe der "Elektrophysiologie" in zwei Bänden und "Das Elektrokardiogramm, Theorie und Klinik". Die Werke wurden für Jahrzehnte zum Standardwerk.
Frühzeitig befaßte sich Schaefer mit Fragen der Gesunderhaltung der Umwelt. 1961 gründete er in Heidelberg das Institut für Sozialmedizin, das er zusammen mit dem Physiologischen Institut in Personalunion bis zu seiner Emeritierung leitete. Grundfragen der Medizin widmete sich Schaefer in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien, so u. a. in der Studienkommission "Prospektive Untersuchungen über die Medizin im Jahr 2000" der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg und der "Gesellschaft für Gesundheitsbildung" in Bad Mergentheim.
Große Beachtung fand sein 1959 erschienenes Werk "Plädoyer für eine neue Medizin". Seit 1931 hat Hans Schaefer mehr als 840 wissenschaftliche Beiträge publiziert, darunter 33 Bücher, 36 Buchbeiträge und Handbuchartikel. In den letzten 12 Jahren sind etwa 150 weitere Publikationen hinzugekommen, so daß das Gesamtwerk von Schaefer sich der Grenze von 1 000 nähert. 1988 ist Hans Schaefer in Anerkennung seines Wirkens und seines Einsatzes in der Medizin mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet worden. Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und der Albert-Schweitzer-Medaille der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg.


Dr. med. Otto Schloßer, Internist aus Stephanskirchen/Oberbayern, vollendet am 28. August sein 75. Lebensjahr.
Dr. Schloßer ist seit vielen Jahren auf regionaler, Landes- und Bundesebene in der ärztlichen Berufspolitik engagiert. 1952 wählten die Rosenheimer Ärzte Dr. Schloßer zum Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbandes. Seit 1974 ist er Mitglied der Kammerversammlung der Bayrischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, von 1967 bis 1991 gehörte er dem Vorstand dieser Ärztekammer an. 1976 wurde er zum Vorsitzenden der Bezirksstelle Oberbayern der KV Bayerns gewählt und gehörte seither deren Vorstand an. Im Vorstand der Akademie der Gebietsärzte der Bundes­ärzte­kammer wirkte Dr. Schloßer maßgeblich mit. Auch auf kommunalpolitischer Ebene war Dr. Schloßer engagiert. Er wurde 1950 in den Stadtrat von Rosenheim gewählt, 1970 zum Mitglied des Bezirkstages in Oberbayern. Von 1974 bis 1978 war er Vorsitzender des Bayrischen Landesgesundheitsrats (München). Darüber hinaus war er Gründungsmitglied des Sozialpolitischen Arbeitskreises der CSU.
In Anerkennung seines Engagements in der ärztlichen Fortbildung, insbesondere auch in Anerkennung seiner Initiativen zur Qualitätssicherung in der Radiologie und in der Labordiagnostik, ist Dr. Schloßer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1978) und mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer ausgezeichnet worden (1989). 1992 ist Dr. Schloßer zum Ehrenvorsitzenden der Bezirksstelle Oberbayern der KVB ernannt worden.


Prof. Dr. med. Friedrich Wilhelm Kolkmann, Facharzt für Pathologie, in einer Gemeinschaftspraxis in Nürtingen niedergelassen, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg (Stuttgart), wird am 30. August 60 Jahre alt.
Kolkmann, in Oberhausen-Sterkrade geboren, studierte Medizin an den Universitäten in Göttingen und Kiel; Staatsexamen (1963); Promotion (1963). Nach seiner Approbation (1965) wirkte er am Institut für Pathologie an der Universität Heidelberg (1965 bis 1973), wo er sich 1971 habilitierte und 1973 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. Professor Kolkmann war von 1973 bis 1991 Chefarzt des Pathologischen Instituts am Kreiskrankenhaus Nürtingen, ehe er sich Anfang 1992 als Pathologe in Nürtingen niederließ. EB

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