VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2000; 97(49): A-3361 / B-2830 / C-2627

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LNSLNS Prof. Dr. med. Albert Wollenberger, Gründer und ehemaliger Leiter der Arbeitsstelle für Biochemie des Herzens in Berlin-Buch, international renommierter Pharmakologe und einer der Pioniere der molekularen und zellulären Herzforschung, starb am 25. September im Alter von 88 Jahren in Berlin-Buch.
Albert Wollenberger, in Freiburg/Breisgau geboren, studierte in Berlin Medizin und Biologie. 1933 emigrierte er. Nach Aufenthalten in der Schweiz, Frankreich und Dänemark ging er in die USA. An der Harvard-Universität in Boston setzte er von 1940 bis 1945 sein Medizin- und Biologiestudium fort. Erst zehn Jahre später, Anfang der 50er-Jahre, kehrte er nach Europa zurück. 1954 ist er auf einen Lehrstuhl der Humboldt-Universität zu Berlin berufen worden, ehe er 1956 in Ber-lin-Buch die Arbeitsstelle für Biochemie des Herzens gründete.

Diplom-Psychologe Prof. Dr. phil. Christian G. Nentwig, Mitbegründer des Verhaltensmedizinischen Instituts an der Universität Duisburg, Mitbegründer der Rückenschulbewegung im deutschsprachigen Raum, starb am 19. Oktober im Alter von 52 Jahren nach einem Unfall.
Nentwig, der in Münster und Düsseldorf studierte, habilitierte sich 1985 mit einem Thema aus dem Gebiet der Verhaltenstherapie. Als erster Psychologe arbeitete er zu Beginn der 80er-Jahre wissenschaftlich mit dem Orthopäden Dr. Carl-Heinz Ullrich, Heiligenhaus, zusammen. Er war aktiver Mitstreiter und Mitgestalter des Seminars Wirbelsäule – Rückenschule – Schmerztherapie e.V. in Heiligenhaus. Er war regelmäßiger Referent bei angesehenen Orthopädenkongressen.

Dr. med. Alfred Gerhards, Unfallchirurg und Sportarzt aus Mönchengladbach, starb am 29. Oktober in Mönchengladbach im Alter von 80 Jahren.
Gerhards war von 1958 bis in die 80er-Jahre Mannschaftsarzt des Bundesliga-Fußballclubs VfL Borussia Mönchengladbach. Zuletzt war er Ehrenpräsident des Clubs. Neben seiner Tätigkeit als Chirurg und als Sportarzt war er auch in der ärztlichen Berufs- und Gesundheitspolitik engagiert. Nach seiner Approbation als Arzt (1950) war er Repräsentant der niedergelassenen Ärzte in Mönchengladbach und später – seit 1972 – Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (Düsseldorf) und Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Ärztekammer Nordrhein ehrte ihn in Anerkennung seines großen Einsatzes in der ärztlichen Selbstverwaltung und in der Berufspolitik mit der Johannes-Weyer-Medaille. EB
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