ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2000Glaubwürdigkeit bezweifelt

POLITIK

Glaubwürdigkeit bezweifelt

Dtsch Arztebl 2000; 97(50): A-3400 / B-2858 / C-2538

Kassenärztliche Bundesvereinigung

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LNSLNS „Eine verbesserte Prävention von Diabetes-Spätfolgen erfordert zusätzliche Finanzmittel. Unter der von der Regierungskoalition eingeführten Ausgabenbegrenzung fehlen die notwendigen finanziellen Spielräume für eine flächendeckende Einführung leitlinienbezogener Versorgungsmodelle. Im Wettbewerb für gesunde Versicherte fehlt vielen Krankenkassen zudem das Interesse an kostenträchtigen, langfristigen Verbesserungen der medizinischen Versorgung.
Die Vertragsärzteschaft hat ihr Bestreben zur Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Diabetikerversorgung mehrfach bekundet. Sie unterstützt die Ziele der St.-Vinzenz-Deklaration. Sie ist bemüht, die Kosteneffektivität geeigneter, leitliniengestützter und strukturierter Versorgungsmodelle zur Erreichung der St.-Vinzenz-Ziele unter Beweis zu stellen. Sie kann sich aber nicht einverstanden erklären mit einer Politik, die auf fragwürdiger Grundlage bei insgesamt begrenzten Mitteln sich mit Wohltaten zugunsten einer bestimmten Patientengruppe profilieren möchte. Unter der derzeitigen Budgetierung muss der Mehrverbrauch an Ressourcen für eine Verbesserung der Diabetikerversorgung auf breiter Basis zu einer Minderversorgung anderer Krankheiten beziehungsweise Patienten führen. Solange die Politik diese Voraussetzung nicht ändert, muss sie um die Glaubwürdigkeit ihres Anliegens fürchten.“ Kassenärztliche Bundesvereinigung, Köln
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