ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2000Sprachkurse: Billigere Lösung

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Sprachkurse: Billigere Lösung

Dtsch Arztebl 2000; 97(50): A-3418 / B-2872 / C-2552

Link, Günter

Zu dem Beitrag „Sprachkurse für medizinisches Personal: Geldgeber gesucht“ von Alexandra Endres in Heft 42/2000:
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LNSLNS . . . Weiterbildung des medizinischen Personals ist äußerst begrüßenswert, doch da sind wohl bei uns andere Themen wie zum Beispiel der emotionale oder noch präziser empathische wie auch der psychosomatische Umgang mit zuvorderst deutschsprachigen Patienten als dringender weiterbildungsbedürftig zu benennen. Dazu kommt die obligate spezielle fachmedizinische Fortbildung. Wenn dies alles bewältigt werden soll – und dazu besteht aus eigener Erfahrung erheblicher Nachholbedarf! –, dann kann das Personal nicht noch mehr mit Sprachkursen überfordert werden. Übrigens eine Nebenfrage: Warum dann nur die türkische Sprache, warum nicht auch die italienische, die griechische, die spanische etc. lernen? Es erstaunt mich, dass die Landesregierung in NRW doch hierfür genug Finanzmittel übrig hat, aber es sind ja auch nur Steuergelder. Von einer Kollegin an einer Reha-Klinik weiß ich, dass sie bei Anamnesen bei kaum Deutsch sprechenden Ausländern oft viele Stunden aufzuwenden hat, was an Zeit bei Deutsch sprechenden Patienten abgeht und was zudem die Solidargemeinschaft zu bezahlen hat. Dabei wäre das Problem leichter, billiger und auch gleichzeitig ausländerfreundlicher zu lösen. Wer diesen besonderen Sprachservice anbieten will, der könnte analog der Frauenquote auch eine derartige Regelung der Anstellung von ausländischen Ärzten einführen, was die viel zitierte Integrationspolitik unterstützen würde . . .
Dr. med. Günter Link, Auf der Halde 13, 87439 Kempten

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