ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2000Abrechnungssystem: Schildbürgerstreich

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Abrechnungssystem: Schildbürgerstreich

Dtsch Arztebl 2000; 97(50): A-3421 / B-2883 / C-2679

Ludwig, Jürgen P.

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „Kontroll-Bürokratie“ von Dr. rer. pol. Harald Clade in Heft 41/2000::
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LNSLNS Ich wäre schon um vieles mehr dankbar, wenn sich Frau Fischer darum bemühen wollte, das archaische Abrechnungssystem für niedergelassene Ärzte in eine „für Laien verständliche“ und moderne Form zu bringen. (Jedenfalls lehnt mein türkischer Gemüsehändler hartnäckig meine Punkte, die ich als Gegenwert für die Tomaten anbiete, ab.)
Das würde uns alle dem sinnvollen Ziel, dem Patienten seine Kosten zu vermitteln, um Lichtjahre näher bringen. Immerhin ein Ziel, von dem die Institutionen, die ein evidentes Interesse daran haben sollten – oder ist das etwa eine boshafte Unterstellung? – ,
Meilen entfernt sind.
Unter den gegebenen Umständen muss eine „Rechnungslegung“ durch uns strikt abgelehnt werden. Hier gilt das Gleiche wie beim ICD-10-Schlüssel: Das soll machen, wer es haben will. Die Offenlegung des Gegenwertes ärztlicher Leistungen durch die Kassen wäre allerdings außerordentlich peinlich – für die Kassen.
Wohlgemerkt: Der Grundgedanke stimmt, kann aber erst nach Sanierung des Abrechnungssystems umgesetzt werden. Erneut finden wir einen bürokratischen Schildbürgerstreich. Frau Fischer und die Kostenträger müssen sich hierzu andere Spießgesellen suchen.
Dr. med. Jürgen P. Ludwig, Nassauer Straße 18, 65795 Hattersheim
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