VARIA: Wirtschaft

Steuertipp

Dtsch Arztebl 2000; 97(50): A-3449 / B-2897 / C-2576

EB

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LNSLNS Grundsätzlich gilt, dass Kosten, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Kapitaleinnahmen anfallen, steuerlich geltend gemacht werden können. Dabei muss ein direkter Bezug zu steuerpflichtigen Kapitalerträgen bestehen. Es können dabei zum Beispiel folgende Aufwendungen in Betracht kommen:
- Börsenzeitschriften (reine Wertpapierinformation)
- Spezielle Software
- Reisekosten (anlässlich einer Gesellschafter- oder Aktionärsversammlung)
- Beratungskosten
- Schuldzinsen (bei Kreditaufnahme für den Erwerb von Wertpapieren)
- Kontoführungsgebühren
- Depotgebühren
Werden Aufwendungen nur getätigt, um von Wertsteigerungen des Kapitalvermögens zu profitieren, wird der Werbungskostenabzug versagt. Das gilt zum Beispiel für die Zahlung von Fremdfinanzierungszinsen, wenn ein Darlehen ausschließlich zum günstigen Wertpapierkauf verwendet wird und die Wertpapiere nach kurzer Zeit mit erhöhtem Wert wieder veräußert werden. Grundsätzlich gehören auch Anschaffungs- und so genannte Anschaffungsnebenkosten nicht zu den Werbungskosten, zum Beispiel Maklergebühren, Provisionen und Spesen, die beim Erwerb von Kapitalanlagen anfallen.
Sind die Werbungskosten insgesamt nicht höher als 100 DM (Ledige) beziehungsweise 200 DM (Verheiratete) im Jahr, so kann zumindest dieser Pauschbetrag steuerlich zum Abzug gebracht werden. Darauf hat der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. hingewiesen. EB
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