ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2000Autoversicherung: Zum Jahreswechsel die Fristen beachten

Versicherungen

Autoversicherung: Zum Jahreswechsel die Fristen beachten

Dtsch Arztebl 2000; 97(50): [79]

Combach, Rolf

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LNSLNS Autofahrer, die in diesem Jahr in einen Unfall verwickelt waren und die Versicherung noch in Anspruch nehmen möchten, müssen zum Jahreswechsel bestimmte Fristen beachten. Dies gilt auch für Versicherte, die einen Schaden regulieren ließen und die Kosten zur Erhaltung des Schadenfreiheitsrabatts an die Versicherung zurückzahlen wollen.
Wer einen Unfall verursacht, muss den Schaden seiner Versicherung innerhalb einer Woche schriftlich anzeigen. Ausgenommen von dieser Regelung sind in der Auto-Haftpflichtversicherung und in der Vollkaskoversicherung so genannte Kleinschäden. Je nach Versicherer gelten 500 DM oder 1 000 DM als Kleinschadengrenze. Wer im Laufe des Jahres einen oder mehrere solcher Bagatellunfälle verursachte und die Reparaturkosten für das gegnerische (Haftpflicht) oder sein eigenes Fahrzeug (Kasko) auslegte, kann einen Anspruch auf Kostenerstattung noch bis zum 31. Dezember 2000 geltend machen. Dezemberschäden müssen bis zum 31. Januar 2001 gemeldet werden.
Zu beachten ist: Für die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt ist nicht die Höhe der Schäden, sondern die Zahl der Unfälle entscheidend. Mehrere kleine Unfälle ergeben also einen höheren Rabattverlust als ein großer Schaden. Autofahrer, die zwei oder mehr Schäden verursachten, sollten sich deshalb von ihrem Versicherer ausrechnen lassen, was für sie günstiger ist: alle Schäden zu melden, nur den teuersten Schaden zu melden und die billigeren selbst zu bezahlen oder alle Schäden selbst zu bezahlen.
Wer einen Unfall bereits regulieren ließ, kann unter bestimmten Umständen seinem Haftpflichtversicherer die Unfallkosten zur Erhaltung seines Rabatts zurückzahlen. Dabei muss man Folgendes wissen: Hat die Haftpflichtversicherung weniger als 1 000 DM an Entschädigungsleistung erbracht, muss sie ihren Versicherungsnehmer nach Abschluss der Regulierung über die Höhe des ausgezahlten Betrags unterrichten. Nach Zugang dieser Mitteilung hat der Autofahrer sechs Monate Zeit, seiner Versicherung die Kosten zu erstatten, damit die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt vermieden beziehungsweise korrigiert werden kann. Rolf Combach
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