ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2000Freie Berufe: Guten Morgen!

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Freie Berufe: Guten Morgen!

Dtsch Arztebl 2000; 97(51-52): A-3490 / B-2934 / C-2612

Andor, Michael

Zu dem Beitrag „Allmähliche Strangulierung“ von Thomas Gerst in Heft 45/2000:
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LNSLNS Sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen als Körperschaften der ärztlichen Selbstverwaltung zukunftsfähig bleiben, so müssen sie aufhören, als Instrument staatlicher Reglementierung und Budgetierung zum Zwecke der Kostendämpfung zu funktionieren.
Durch die vom Gesetzgeber planwirtschaftlich verfügten Honorarbudgets und Kopfpauschalen (von den Kassen an die KVen mit befreiender Wirkung entrichtet) wird das Versicherungsrisiko für die ambulante Behandlung von der Versicherung an die Leistungserbringer verlagert. Um es zu tragen, sind diese jedoch weder vorgesehen, ausgebildet noch geeignet. Die KVen sind eben keine Versicherungen. Unsere Freiberuflichkeit wird de facto auf dem Altar der heiligen Beitragssatzstabilität für die sonst von allen Seiten via Verschiebebahnhof geplünderten Krankenkassen geopfert.
Es ist höchste Zeit, dass die Frage nach der Verfassungskonformität der aktuell praktizierten Abwälzung des Morbitätsrisikos an die „freiberuflich“ tätige Ärzteschaft gestellt wird. Entsprechende Gutachten (Friauf, Männel) wurden schon vor Jahren veröffentlicht. Guten Morgen!
Michael Andor, Elisabethenstraße 9, 64521 Groß-Gerau
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