BÜCHER

Andrologie

Dtsch Arztebl 2000; 97(51-52): A-3494 / B-2937 / C-2615

Nieschlag, Eberhard; Behre, Hermann M.

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LNSLNS Andrologie
Lehrbuch und Nachschlagewerk


Eberhard Nieschlag, Hermann M. Behre (Hrsg.): Andrologie. Grundlagen und Klinik der reproduktiven Gesundheit des Mannes. 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2000, XX, 519 Seiten, 172 Abbildungen, 43 Tabellen, gebunden, 249 DM
In der Andrologie gab es in den letzten Jahren eine Fülle neuer Erkenntnisse, sodass eine Neuauflage des Lehrbuches erforderlich war.
Die Andrologie ist ein komplexes, interdisziplinäres Gebiet, an dem Dermatologen, Endokrinologen, Gynäkologen, Internisten, Urologen gleichermaßen ihren Anteil haben. Die Grundlagen der Andrologie, wie die Biologie der Reproduktion, der Hodenfunktion, Fertilisation, die Endokrinologie des Mannes, Umweltfaktoren, Psychologie, Kontrazeption und Seneszens werden behandelt. Das therapeutische Reservoir sollte weiter ausbaufähig sein; ethische Fragen, aber auch rechtliche Regelungen werden darüber hinaus angesprochen. Hervorragende Abbildungen, zum Teil farbig, bereichern das gut ausgestattete Buch.
Vermisst wird ein Teilgebiet der Andrologie, die Tumorerkrankungen der Hoden. Auch dieser onkologische Bereich gehört essenziell zum Gebiet der Andrologie. Die Folge- oder Begleittherapien wiederum – die Kryokonservierung menschlicher Spermien oder die „Spermareserve“ – werden im Rahmen der Reproduktionsmedizin dargestellt. Auch dem männlichen Beitrag zur Kontrazeption ist ein wichtiges interdisziplinär ausgerichtetes Kapitel gewidmet.
Das Buch ist homogen strukturiert. Es kann aufgrund der umfassenden, kompakten Darstellung dem andrologischen Einsteiger als Lehrbuch und dem andrologisch Erfahrenen als Nachschlagewerk dienen. Es folgt den Grundprinzipien der Evidence Based Medicine und erfüllt diese Ansprüche in allen Bereichen. Für den angesprochenen Leserkreis ist es ein Standardwerk, das sich im täglichen Gebrauch bereits in der ersten Auflage in Praxis und Klinik hervorragend bewährt hat. Jürgen Sökeland
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