VARIA: Personalien

Geburtstag

Dtsch Arztebl 2000; 97(51-52): A-3519 / B-2959 / C-2636

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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Emil Heinz Graul, ehemaliger langjähriger Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Marburg, wird am 29. Dezember 80 Jahre alt.
Graul begann seine wissenschaftliche und berufliche Karriere als Assistent an der Kinderheilstätte „Haus Hornheide“ bei Münster. 1951 habilitierte er sich für das Fach „Dermatologie“ und „Medizinische Strahlenkunde“. 1953 wurde er an die Universität Marburg/Lahn als Abteilungsleiter für Strahlenbiologie und Isotopenforschung berufen. 1957 wurde Graul zum außerplanmäßigen Professor ernannt.
Seit 1964 hatte er dort einen Lehrstuhl für Strahlenheilkunde inne. Gleichzeitig wurde er zum Direktor des Instituts für Strahlenbiologie und Medizinische Isotopenanwendung berufen. 1967 ist Graul zum Leiter der staatlichen Lehranstalt für Medizinische Assistenzberufe bestellt worden. Graul ist ein Pionier der Experimentellen und Klinischen Nuklearmedizin in Deutschland und in Europa. Er hat außerdem in Deutschland die medizinische Environtologie (Umweltmedizin) begründet und entwickelt. Der Graul-Lehrstuhl in Marburg wurde im Jahr 1982 erweitert in Nuklearmedizin und Environtologie. Im Jahr 1969 gründete er in Davos (ab 1971 in Marburg) das Internationale Zentrum für Medizinische Umweltwissenschaften und Zukunftsforschung.
Mehr als 650 wissenschaftliche Arbeiten, Bücher und Fachbeiträge zu Buchveröffentlichungen sowie mehr als ein Dutzend wissenschaftliche Monographien zeugen vom reichen und unkonventionellen Schaffen des Marburger Arztes und Wissenschaftlers. Als Gastprofessor hat Graul an verschiedenen europäischen und überseeischen Universitäten gelehrt. Wiederholt war Graul Referent und Organisator bei internationalen Fortbildungskongressen, so auch beim internationalen Fortbildungskongress der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer in Davos.
Die Bundes­ärzte­kammer ehrte ihn für seinen Einsatz mit der Ernst-Bergmann-Plakette. Auch als Chefredakteur, Herausgeber, Autor und Publizist in Fachzeitschriftten und Magazinen hat sich Graul einen Namen gemacht. Auch dem Deutschen Ärzteblatt war Graul mehr als 35 Jahre lang besonders eng verbunden. Er hat den medizinisch-wissenschaftlichen Teil dieser Fachzeitschrift wesentlich mitgeprägt, mitaufgebaut und geleitet (seit 1956). EB
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