ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1996Schmerztherapie: Nicht nur einer Fachgruppe zuordnen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Schmerztherapie: Nicht nur einer Fachgruppe zuordnen

Betzel, Peter

Zu dem Beitrag "Orthopädische Schmerztherapie" von Prof. Dr. med. Jürgen Krämer in Heft 30/1996
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LNSLNS In dieser Veröffentlichung werden die wesentlichen Grundzüge der Schmerztherapie wiedergegeben, die schon seit langem bekannt sind. Daß eine effiziente Schmerztherapie ohne entsprechende Diagnostik und kausale Therapie nicht erfolgen kann, sowie deren Grundzüge sind hinreichend bekannt. Die vorgetragene symptomatische Schmerztherapie, hier insbesondere die systemische mit ihren Vor- und Nachteilen, ist kein Novum. Bei den Darstellungen der Injektionstechniken konnte ich ebenfalls keine wesentlich neue Methodik erkennen. Ebenfalls nicht neu ist der wiederholte Vorstoß der Orthopäden, gewisse Techniken nur für ihren Fachbereich zu sichern. Daß weitere Fachgruppen (Chirurgie/Unfallchirurgie) paravertebrale Spinalnervenanalgesien, Facetteninfiltrationen etc. während ihrer Ausbildung erlernen und dann erfolgreich im klinischen und ambulanten Alltag anwenden, ist Prof. Krämer sicherlich entgangen.
Die Schmerztherapie ist ein wesentliches Spektrum für viele Arztgruppen, insbesondere auch Hausärzte, geworden, so daß deren Standard nicht allein auf orthopädischem Fachgebiet zu suchen ist.
In der Zeit mangelnder ärztlicher Interaktion sollte insbesondere die Schmerztherapie bei ihrem hohen Bedarf nicht nur einer Fachgruppe zugeordnet werden. Auch ist es in einer Zeit geringer werdender Mittel kaum noch verantwortlich, daß weitere kostenaufwendige Arbeitsgruppen zur Qualitätssicherung entstehen.
Dr. med. Peter Betzel, Hauptstraße 6, 34431 Mars
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