ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2001KV Bayerns: Ermittlungen eingestellt

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KV Bayerns: Ermittlungen eingestellt

Dtsch Arztebl 2001; 98(1-2): A-5 / B-5 / C-5

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LNSLNS Kein Prozess gegen Wittek, aber vernichtende Niederlage bei der KV-Wahl


Die Staatsanwaltschaft in Augsburg hat ein gegen Dr. med. Lothar Wittek gerichtetes Ermittlungsverfahren eingestellt. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns war im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den Augsburger Laborarzt Schottdorf angezeigt worden. Unter anderem ging es um die Frage, ob Wittek von vermeintlichen „Strohmännern“ Schottdorfs gewusst habe. Dem Laborarzt war vorgeworfen worden, Ärzte nur zum Schein als Partner in seine Praxis aufgenommen zu haben, um einen höheren Laborumsatz erreichen zu können. Der noch amtierende KV-Vorsitzende hatte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft jedoch keine Kenntnis davon.
In einer Pressemitteilung kommentiert die Kassenärztliche Vereinigung die Einstellung des Verfahrens als Beleg für die korrekte Amtsführung Witteks. Der Versuch, ihn in die Nähe rechtswidriger Machenschaften zu rücken, sei erneut gescheitert.
Gleichwohl hat der bayerische KV-Chef die Querelen um seine Person nicht schadlos überstanden, denn bei der Wahl zur Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Bayerns fiel Wittek glatt durch. Die von ihm angeführte Liste des Hartmannbundes in Niederbayern erhielt lediglich 497 Stimmen. Lothar Wittek ist nicht mehr Mitglied in der neuen bayerischen Ver­tre­ter­ver­samm­lung und hat somit auch keine Chancen auf eine Wiederwahl als KV-Vorsitzender.
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