ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2001Psychiatrie in der Zeitung

BÜCHER

Psychiatrie in der Zeitung

Dtsch Arztebl 2001; 98(1-2): A-32 / B-23 / C-23

Hoffmann-Richter, Ulrike

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LNSLNS Psychiatrie und Medien
Spiegel der Gesellschaft
Ulrike Hoffmann-Richter: Psychiatrie in der Zeitung. Urteile und Vorurteile. Edition Das Narrenschiff im Psychiatrie-Verlag, Bonn, 2000, 420 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 49,80 DM
Einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Anti-Stigma-Kampagne liefert dieses mit dem Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie ausgezeichnete Buch. Unser Bild von psychischer Krankheit und psychisch Kranken wird sehr von den Medien geprägt – und spiegelt es wider. Wie werden Begriffe aus der Psychiatrie in sechs meinungsführenden Zeitungen verwendet? Eine Volltext-Recherche über CD-ROM bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Neuen Zürcher Zeitung, Süddeutschen, der Tageszeitung (taz), Spiegel und Zeit ermöglichte die Analyse in allen Teilen der Zeitung, im Sportteil genauso wie im Feuilleton. Der Begriff „Schizophrenie“ zum Beispiel wird in der Hälfte der Fälle metaphorisch benutzt; im Lokalteil steht er fast nur im Zusammenhang mit Mord und Vergewaltigung. Berichte über die Psychiatrie sind meist vage, inhaltsarm und unkonkret. Über andere medizinische Fächer wird dagegen eher ausführlich, sachlich und informativ geschrieben.
Das Buch hat einen Nachteil: Die wissenschaftliche Arbeit wurde nicht leserfreundlich aufbereitet. Die interessanten Erkenntnisse der Autorin muss man zwischen Methodik und Literaturangaben suchen.
Petra Bühring
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