ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2001Leishmaniosen – Importierte Krankheiten: Ergänzung zur Prophylaxe

MEDIZIN: Diskussion

Leishmaniosen – Importierte Krankheiten: Ergänzung zur Prophylaxe

Dtsch Arztebl 2001; 98(1-2): A-49 / B-45 / C-45

Schneider, Michael

zu dem Beitrag von Priv.-Doz. Dr. med. Gundel Harms-Zwingenberger Prof. Dr. med. Ulrich Bienzle in Heft 31-32/2000
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LNSLNS Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass Leishmaniosen heute nicht mehr als exklusive Tropenerkrankungen gewertet werden können. Insbesondere infolge HIV-assoziierter Infektionen muss auch in Europa die Erkrankung in die Differenzialdiagnose aufgenommen werden. Als Prophylaxe werden von den Autoren Repellenzien und Moskitonetze zur Abwehr der Überträgermücken genannt. Ergänzend hierzu erscheint mir wichtig, Reisende darauf hinzuweisen, dass Überträgermücken infolge ihrer geringen Körpergröße fähig sind, grobmaschige Moskitonetze leicht zu durchschlüpfen. In diesem Sinne empfehlen sich neben engmaschigen Moskitonetzen zusätzlich Imprägnierungsmaßnahmen.
Aus der Erfahrung ist bekannt, dass die Überträger der Leishmaniosen der alten Welt infolge ihrer charakteristischen hüpfenden Bewegung nur eingeschränkte Flugreichweiten zurücklegen können. Aus diesem Grund kann in der Praxis ein Übernachtungsquartier im zweiten Stock eines Hotels hinsichtlich des potenziellen Infektionsrisikos günstiger sein, als ein ebenerdiges.

Dr. med. Michael Schneider
Boehringer Ingelheim Pharma KG
Postfach 200
55216 Ingelheim am Rhein
E-Mail: michael.schneider@ing.boehringer-ingelheim.com

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