ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2001Autoversicherung: Haftung beim Auffahrunfall

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Autoversicherung: Haftung beim Auffahrunfall

Dtsch Arztebl 2001; 98(1-2): [78]

rco

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LNSLNS Wenn ein Autounfall geschieht, kommt es oftmals zu Streitereien um den Unfallverursacher. Dies gilt vor allem bei Auffahrunfällen. Dabei ist die Rechtslage eindeutig geregelt: Grundsätzlich haftet der Auffahrende für den beim Vorausfahrenden entstandenen Schaden. Dies gilt selbst dann, wenn der „Hintermann“ auf der Autobahn einen Stau vor sich wegen einer Kuppe gar nicht erkennen und deshalb nicht rechtzeitig bremsen konnte.
Damit es bei Auffahrunfällen nicht zu langwierigen Gerichtsverfahren kommt, greift die Rechtsprechung auf den Anscheinsbeweis zurück. Dieser sieht bei Auffahrunfällen vor, dass der Hintermann nach dem ersten Anschein die Alleinschuld am Unfall trägt und entsprechend für den Schaden aufzukommen hat.
Etwas anderes gilt, wenn der Vorausfahrende eine Vollbremsung einlegt, um zum Beispiel einer Straßenpassantin hinterherzuschauen. Hier liegt ein „untypischer“ Unfallverlauf vor, bei dem der Anscheinsbeweis nicht gilt. Dann müssen die Beteiligten den Unfallverlauf von einem Gutachter klären lassen. rco

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