ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Hepatitis-Infektionen: Strafe auf Bewährung

AKTUELL

Hepatitis-Infektionen: Strafe auf Bewährung

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-68 / B-56 / C-56

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Geschäftsführer von Mediplasma verurteilt
Zwei Jahre nach dem Bekanntwerden von Hepatitis-Infektionen durch Blutplasma-Übertragungen in Göttingen sind die beiden Leiter der verantwortlichen Firma Mediplasma zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Kassel verhängte gegen einen Arzt und eine Ärztin acht beziehungsweise sechs Monate Haft auf Bewährung. Die beiden früheren Geschäftsführer und Gesellschafter des inzwischen stillgelegten Unternehmens müssen zudem jeweils 20 000 DM an gemeinnützige Organisationen zahlen. Das Gericht hielt den beiden vor, das Uniklinikum Göttingen nicht über Verdachtsmomente einer Hepatitis-Belastung bei Blutplasma-Produkten informiert zu haben.
Am Universitätsklinikum Göttingen waren 1998 acht Patienten durch Blutübertragungen mit Hepatitis C infiziert worden. Das betreffende Blut war, wie damals üblich, noch mit einem Antikörpertest auf den Virus untersucht worden. Dieser Test hatte bei einem Spender versagt. Durch ein neues, inzwischen verbindliches Testverfahren wurde im Juli 1998 festgestellt, dass dieser Spender mit Hepatitis C infiziert war.


Seit Anfang der 90er-Jahre stehen serologische (Antikörpernachweis) und molekularbiologische (Genomnachweis) Methoden zum Nachweis einer Hepatitis-C-Infektion zur Verfügung.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema