ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Klinikhygiene: Kontroverse um Referenzzentren

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Klinikhygiene: Kontroverse um Referenzzentren

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-68 / B-56 / C-56

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LNSLNS Fachgesellschaften und Zentren liegen im Clinch.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat in einer Resolution zu hygienischen Anforderungen in Klinik und Praxis kritisiert, dass das Nationale Referenzzentrum für Krankenhaushygiene bewährte Maßnahmen zur Prophylaxe von nosokomialen Infektionen, zum Beispiel die routinemäßige Flächendesinfektion, die Krankenbettenaufbereitung, die Wiederaufbereitung von Einwegartikeln und die unter bestimmten Voraussetzungen notwendige Trennung zwischen septischen und aseptischen Bereichen, infrage stelle. Die Präventionsempfehlungen des Referenzzentrums seien wissenschaftlich nicht begründet und gefährdeten die Gesundheit von Patienten und Personal, so die AWMF. Sie fordert deshalb das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf zu überprüfen, ob das Nationale Referenzzentrum noch eine Existenzberechtigung hat.
Das Zentrum hat die Behauptung der AWMF zurückgewiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie hat sich von der Resolution distanziert, weil sie fachlich angreifbare und in der Wortwahl unangebrachte Formulierungen enthalte. Das BMG hat gegenüber dem Präsidenten der AWMF die Aktion als „wenig hilfreich“ bezeichnet. Fachfragen würden nicht durch Resolutionen, sondern durch Diskussionen innerhalb der Fachgesellschaften gelöst.
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