ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Pflegeversicherung: Geringeres Defizit

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Pflegeversicherung: Geringeres Defizit

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-69 / B-57 / C-57

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LNSLNS Pflegekassen fehlen 250 Millionen DM.
Die gesetzliche Pflegeversicherung wird das Rechnungsjahr 2000 voraussichtlich mit einem Defizit in Höhe von rund 250 Millionen DM abschließen, prognostiziert das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Noch Mitte des vergangenen Jahres war von einem Fehlbetrag in Höhe von 660 Millionen DM ausgegangen worden. Das Ministerium führt diese Entwicklung auf die verbesserte Beschäftigungslage und die erhöhten Einmalzahlungen im Dezember zurück. Zudem hat sich der bislang starke Ausgabenanstieg abgeschwächt, weil sich der Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen verringert hat und sich künftig auf einem niedrigeren Niveau einpendeln dürfte.
Das Ministerium schätzt, dass trotz der beabsichtigten Leistungsverbesserungen für Demenzkranke das Defizit im Jahr 2001 rund 0,4 Milliarden DM betragen wird. Ab dem Jahr 2003 dürften sich den Prognosen zufolge wieder geringfügige Überschüsse einstellen. Die Finanzreserven der Pflegeversicherung, die noch vor eineinhalb Jahren mehr als neun Milliarden DM betrugen, liegen heute deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve von derzeit 4,2 Milliarden DM. Das Bundesversicherungsamt ging bei einer Prognose im Jahr 1999 davon aus, dass zumindest bis zum Jahr 2005 keine Beitragserhöhungen notwendig sein werden.
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