ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Arbeitszeitgesetz: Zulasten der Assistenzärzte

BRIEFE

Arbeitszeitgesetz: Zulasten der Assistenzärzte

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-96 / B-80 / C-78

Marschall, Markus

Zu dem Leserbrief „Gefahr für Patient und Arzt nicht erkannt“ von Dr. med. Markus J. Wagner, der sich auf den „Seite eins“-Beitrag „Bereitschaft ist Arbeit“ von Thomas Gerst in Heft 41/2000 bezog:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS In der derzeitigen Diskussion über die Arbeitszeit von Krankenhausärzten (und Ärztinnen) werden immer wieder Stimmen wie von Wagner laut. Sicher ist die Kontinuität in der Patientenbetreuung wichtig. Diese kann natürlich auch mit dem Modell eines Schichtdienstes erreicht werden. Nur ist es bislang so, dass durch das Modell des Bereitschaftsdienstes die Patientenversorgung in einer einmalig billigen Weise zulasten der As-
sistenzärzte aufrechterhalten wird. Ich weiß, wovon ich schreibe, ich leiste seit über zehn Jahren Dienst der Stufe
„D“ an einem Kreiskrankenhaus. Das Modell des Bereitschaftsdienstes verlangt innerhalb von 24 Stunden Arbeitszeiten von 14 oder 18 Stunden und mehr mit fragmentierten Nächten, die an Foltermaßnahmen erinnern. Das Zustandekommen der Tarifregelung der Bereitschaftsdienste ist einmal ein großer Erfolg gewesen, aber heute nicht mehr zu akzeptieren. Ich kenne keinen Beruf, der derartige Arbeitsbedingungen hat, und ich möchte es auch keinem wünschen . . .
Dr. Markus Marschall, Prielmayerstraße 24, 85435 Erding
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema