ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Sterbehilfe: Qualifizierte Versorgung sichert menschenwürdiges Sterben

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Sterbehilfe: Qualifizierte Versorgung sichert menschenwürdiges Sterben

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-97 / B-81 / C-79

Schweihoff, Monika

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „Euthanasie in den Niederlanden: Sterbehilfe für Demente“ von Gisela Klinkhammer in Heft 45/2000 und dem „Seite eins“-Beitrag „Panische Angst“ von Norbert Jachertz in Heft 50/2000:
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LNSLNS Selbstbestimmung im Sterben? Die Niederlande stehen leider für anderes: Jeder Vierte, der durch aktive Sterbehilfe umkommt, wurde gar nicht erst gefragt. Leisten Ärzte Sterbehilfe, so ist es oftmals kein leichter Tod, bei 23 Prozent gibt es Komplikationen: Sie sterben langsam und qualvoll oder wachen sogar wieder auf – mit schwersten Schäden. Aktive Sterbehilfe heißt, Missstände bei der Versorgung schwerstkranker Menschen zu zementieren, anstatt die Lage der Menschen zu verbessern. Es heißt, Ärzte zum Töten auszubilden, entgegen ihrem hippokratischen Eid. Die Deutsche Hospiz Stiftung fordert stattdessen, Ärzte und Pflegekräfte in Palliativmedizin – der modernen, umfassenden Form der Schmerztherapie – und in Hospizarbeit aus- und fortzubilden. Qualifizierte Versorgung sichert menschenwürdiges Sterben über-
all, wo gestorben wird. Sei es zu Hause, in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen oder in Hospizen. Das wäre praktizierter Patientenschutz für Schwerstkranke und Sterbende. Weil Sterben auch Leben ist.
Monika Schweihoff, Deutsche Hospiz Stiftung, Im Defdahl 5–10, 44141 Dortmund

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