ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Sterbehilfe: Gesetz ist überfällig

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Sterbehilfe: Gesetz ist überfällig

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-97 / B-81 / C-79

Hipp, Ulrich

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „Euthanasie in den Niederlanden: Sterbehilfe für Demente“ von Gisela Klinkhammer in Heft 45/2000 und dem „Seite eins“-Beitrag „Panische Angst“ von Norbert Jachertz in Heft 50/2000:
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LNSLNS Ich gratuliere den Niederlanden zu diesem mutigen, humanen Schritt. Endlich hat es ein europäischer Staat – ein demokratischer Rechtsstaat! – geschafft, sich aus dem Dunstkreis der Ewiggestrigen zu lösen. Was versteht Herr Prof. Hoppe darunter, Leiden zu lindern, Sterbenden beizustehen? Leiden zu lindern bedeutet hier, dass sie nicht vom Patienten genommen werden und somit unnötig verlängert werden. Sehen so ethische Prinzipien oder christliche Werte aus?
In der von Ihnen angeführten Repräsentativumfrage sprachen sich 64 Prozent für die aktive Sterbehilfe aus. Auch demnach ist ein entsprechendes Gesetz in der BRD längst überfällig. Es muss möglich sein, dass ein im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte stehender Bürger (gerade hier!) Eigenverantwortung übernehmen kann und nicht anderen in seiner Qual ausgeliefert ist.
Todkranken einen fremden Willen aufzuzwingen, sie – entgegen ihrem Willen – ihrem Leiden zu überlassen ist grausame Diktatur und hat mit ethischen Prinzipien, christlichen Werten nichts zu tun.
Dr. Ulrich Hipp, Klingenstraße 24, 71336 Waiblingen

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