ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Palliativmedizin: Beispielhaft

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Palliativmedizin: Beispielhaft

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-98 / B-84 / C-84

Schmitz, Stephan; Herrenberger, J.

Zu dem Beitrag „Krebskranken ein Sterben zu Hause ermöglichen“ von Dr. med. Thomas Schindler et al. in Heft 41/2000 und dem Leserbrief „,Vorsintflutliche‘ Landarztmedizin“ von Axel-R. Kantner in Heft 50/2000:
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LNSLNS . . . Wir begrüßen das „Berliner Home-Care Projekt“,
das in beispielhafter Weise die kontinuierliche Betreuung von an Krebs erkrankten Patienten von Beginn der ambulant durchgeführten Chemotherapie bis zum Sterben zu Hause ermöglicht. In diesem Modell garantiert die regelmäßige Kommunikation und der fachliche Austausch zwischen den Ärzten der Schwerpunktpraxis mit dem an die Praxis assoziierten „Home-Care Arzt“ den lückenlosen Informationsfluss. Dies kommt zuallererst den Patienten zugute, die auch bei Verschlechterung ihrer Krankheitssituation nicht das Gefühl haben, nun nach Hause abgeschoben zu werden. Der Patient kann auch die letzte Lebensphase in seinem gewohnten Umfeld verbringen. Die Lebensqualität des Patienten wird durch Schmerzfreiheit und ein hohes Maß an Selbstbestimmung erhalten. Die Patienten erhalten in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt ein ihrem körperlichen Zustand gemäßes Betreuungsangebot. Der lückenlose Informationsfluss und die zentrale Verwaltung aller Patientendaten in der onkologischen Schwerpunktpraxis vermindert aber auch die Zahl der Doppeluntersuchungen. Krankenhauseinweisungen können vermieden werden. Dies führt über den Gewinn für den einzelnen Patienten zu einem gesundheitsökonomischen Mehrwert. Den Krankenkassen konnte durch die wissenschaftliche Dokumentation des Projektes bewiesen werden, dass eine große Zahl präfinaler krebskranker Patienten durch das „Home-Care Projekt“ bis zu ihrem Tode zu Hause bleiben konnte. Aus diesem Grunde haben die Krankenkassen für dieses Projekt Sondervergütungen bereitgestellt . . .
Priv.-Doz. Dr. Stephan Schmitz, Dr. J. Herrenberger, Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und internistischen Onkologen in Deutschland e.V., Sachsenring 69, 50677 Köln
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