ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Übergewicht und Bluthochdruck: Risikofaktoren für ein Nierenkarzinom

MEDIZIN: Referiert

Übergewicht und Bluthochdruck: Risikofaktoren für ein Nierenkarzinom

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): A-115 / B-100 / C-100

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LNSLNS Bluthochdruck wie auch ein erhöhter Körpermassenindex (BMI) sind bei Männern unabhängige Faktoren, die das Risiko, ein Nierenzellkarzinom zu entwickeln, erhöhen. Aus den zwischen 1971 und 1992 in Schweden erfassten und bis 1995 nachbeobachteten Untersuchungsdaten einer Gruppe von 363 992 Bauarbeitern ließen sich 759 Männer mit Nierenzellkarzinom und 136 Männer mit Nierenbeckenkarzinom ermitteln.
Die statistische Auswertung zeigte, dass sich schon in einem BMI-Bereich von 22,86 – 25,95 das Risiko für ein Nierenzellkarzinom um 30 bis 60 Prozent erhöhte und ab einem BMI von 25,95 und größer verdoppelte. Auch für den Bluthochdruck wurde in dieser großen Studie ein direkter Zusammenhang mit der Entstehung eines Nierenzellkarzinoms bestätigt. Die Autoren stellten fest, dass nicht die absolute Höhe des Blutdrucks das Risiko definiert, sondern sein sukzessiver Anstieg. Durch kontrollierte Blutdrucksenkung verringerte sich das Risiko.
Für das Nierenbeckenkarzinom ließ sich keine Abhängigkeit von diesen Risikofaktoren nachweisen, es zeigte sich jedoch, dass das Entstehungsrisiko für beide Karzinomarten mit dem Nikotinkonsum der Patienten korrelierte. Raucher und ehemalige Raucher wiesen im Vergleich zu Nichtrauchern ein erhöhtes Risiko auf, an einem Nierenzellkarzinom oder an einem Nierenbeckenkarzinom zu erkranken. gra

Wong-Ho Chow et al.: Obesity, hypertension, and the risk of kidney cancer in men. N Engl J Med 2000; 343: 1305–
1311.
Dr. Wong-Ho Chow, Division of Cancer, Epidemiology and Genetics, National Cancer Institute, Bethesda, Massachusetts 20892-72401, USA.

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