ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1996Protest gegen Klinikschließung

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Protest gegen Klinikschließung

EB

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LNSLNS BERLIN. Gegen die beabsichtigte Bettenstillegung und -umwidmung von nicht mehr bedarfsnotwendigen Krankenhausbetten hat der Personalrat des Krankenhauses Neukölln gegenüber der Berliner Gesundheitssenatorin Beate Hübner (CDU) in einem offenen Brief protestiert. Eine "Aktionsgruppe" am Krankenhaus Berlin-Neukölln hatte in Verhandlungen mit den Behörden und den Krankenkassen erreichen können, daß im Bezirk Neukölln 60 akut-geriatrische Betten "gerettet" werden konnten. Weitere Verhandlungen sind mit der AOK Berlin geplant.
Dem Berliner Gesundheitsstaatssekretär Detlef Orwat werfen der Personalrat und die Aktionsgruppe vor, mit disziplinarischen Maßnahmen (Abmahnungen) gegen einzelne Sprecher der Aktionsgruppe, darunter Ärztinnen und Ärzte, den Widerstand gegen die Berliner Bettenstreichungspolitik brechen zu wollen. Die vom Berliner Gesundheitssenator und der Klinikleitung betriebene Stillegungsaktion sei mit demokratischen Prinzipien nicht vereinbar, so der Vorsitzende des Personalrates, Gernhardt. Inzwischen ist in Neukölln eine Solidaritäts- und Unterschriftenaktion gestartet worden, um die Protestresolution zu bekräftigen. EB
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