ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2001Progressionsvorbehalt: Vom Krankengeld bleibt oft nicht viel übrig

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Progressionsvorbehalt: Vom Krankengeld bleibt oft nicht viel übrig

Dtsch Arztebl 2001; 98(3): [142]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Zu Überraschungen für den gesetzlich krankenversicherten Angestellten oder Selbstständigen kann es bei der Beziehung von Krankengeld kommen. Darauf weist der NAV-Virchow-Bund, Köln, hin. So könne ein gesetzlich Krankenversicherter höchstens 78 Wochen Krankengeld beziehen. Für den freiwillig gesetzlich Versicherten gebe es etwa 160 DM pro Tag, wovon nach Abzug der Sozialabgaben nur rund 138 DM pro Tag, also lediglich 4 135 DM pro Monat, verblieben. Da das Krankengeld dem Progressionsvorbehalt unterliege und damit in der Steuererklärung angegeben werden müsse, sei nach Steuern oft ein zusätzliches Minus von 1 000 DM und mehr pro Monat die Folge.
Gleichgültig ob selbstständig oder angestellt, ob freiwilliges Mitglied oder Pflichtmitglied, das Krankengeld aus der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung unterliegt immer dem Progressionsvorbehalt. Krankengeldzahlungen aus der privaten Kran­ken­ver­siche­rung müssen hingegen nicht versteuert werden. Deshalb empfiehlt der NAV allen gesetzlich Krankenversicherten, eine zusätzliche private Krankentagegeldversicherung abzuschließen. JF
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