ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Augenärzte: „Gefährliche Tests“

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Augenärzte: „Gefährliche Tests“

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-136 / B-113 / C-110

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LNSLNS Ärzte warnen vor Glaukom-Screening durch Optiker.
Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat die Glaukom-Screening-Untersuchungen durch Augenoptiker oder deren Personal als „medizinisch unzuverlässig, gefährlich und gesundheitsökonomisch sinnlos“ bezeichnet. Bei den Tests handele es sich um Marketingmaßnahmen. Zum einen werde durch die alleinige Augendruckmessung ohne Sehnervuntersuchung die Hälfte der Erkrankungen übersehen. Zum anderen würden 60 bis 96 Prozent der Probanden mit erhöhtem Augendruck bis zur augenärztlichen Klärung verunsichert.
Seit August 2000 werben die Optiker wieder für das Screening. Damals hob das Bundesverfassungsgericht das Verbot der Glaukomuntersuchung durch Optiker auf und verwies das Verfahren an den Bundesgerichtshof zurück. Der hatte den Optikern die Methode Ende 1998 untersagt. Nun soll er konkretisieren, inwieweit Optiker vor der Untersuchung ihre Kunden „warnend belehren“ müssen. Nach Ansicht des BVA muss jedoch die Glaukom-Untersuchung allein den Ärzten vorbehalten sein. Der Verband fordert ferner die Politik auf, die Vorsorgeuntersuchung in den GKV-Leistungskatalog aufzunehmen.


Die Glaukom-Untersuchung müsse den Augenärzten vorbehalten sein, fordert der Berufsverband.
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