ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Gesundheitswesen: Vergleich mit Europa

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Gesundheitswesen: Vergleich mit Europa

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-138 / B-118 / C-114

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LNSLNS Studie über Stärken und Schwächen des deutschen Systems
Das deutsche Gesundheitssystem legt den Schwerpunkt eher auf allgemeine Zugänglichkeit sowie ein hohes Niveau an Leistungserbringern und technischer Ausstattung als auf Kosteneffektivität oder Kostenbegrenzung. Diese Prioritätensetzung wird von der Öffentlichkeit unterstützt, und nach diesen Kriterien beurteilt, arbeitet das deutsche Gesundheitswesen gut.“
Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer Studie „Gesundheitssysteme im Wandel – Deutschland“, im Rahmen derer das deutsche Gesundheitssystem mit denen anderer europäischer Länder verglichen wird. Erstellt wurde das Profil vom Europäischen Observatorium für Gesundheitssysteme, einer Partnerschaft zwischen WHO, Weltbank, Europäischer Investitionsbank, norwegischer und spanischer Regierung sowie Forschungsinstituten.
Die Studie verdeutlicht Erfolge, beispielsweise die gestiegene Lebenserwartung in Ostdeutschland. Anderes wird kritisiert, so die hohe Bettenzahl in Akutkrankenhäusern. Gleichwohl kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass man in Deutschland eher von einer Finanzierungskrise als von einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen sprechen sollte. Als Herausforderung für die Zukunft führen die Autoren an: Sicherung der Finanzierungsbasis, Bewertung medizinischer Leistungen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Aufweichung der strikten Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, Neubestimmung von Solidarität und Wettbewerb.
Bestelladresse: European Observatory on Health Care Systems, c/o WHO Regional Office for Europe, Schervigsvej 8, DK 2100 Copenhagen, Telefon: 00 45-39 17 14 30.

Hohes Niveau an technischer Ausstattung im deutschen Gesundheitswesen
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