ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Krebserkrankung: Anregung

BRIEFE

Krebserkrankung: Anregung

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-165 / B-139 / C-133

Brauwers, Horst

Zu dem Beitrag „Information und emotionale Unterstützung“ von Dr. phil. Ute Schlömer-Doll und Dr. med. Dietrich Doll in Heft 46/2000:
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LNSLNS Ich begrüße den Vorstoß der in Sachen Psychoonkologie sehr erfahrenen und engagierten Kollegin Ute Schlömer-Doll zu diesem leider in der medizinischen Theorie und Praxis sehr randständigen Thema. In der Tat sind viele Ärzte und andere Therapeuten nicht ausreichend auf den Umgang mit Krebskranken und ihren Angehörigen vorbereitet, nicht nur nicht auf das Aufklärungsgespräch. Aus dem Gefühl, dieser Situation nicht gewachsen zu sein, machen viele Therapeuten einfach gar nichts und entschuldigen ihr Verhalten damit, den ohnehin schon geplagten Patienten (Angehörigen) schonen zu wollen. Leider ist dieses Verhalten keine zehn bis fünfzehn Jahre her, sondern immer noch traurige Realität. Zwar mag heute rein quantitativ häufiger über die Diagnose Krebs gesprochen werden, ob aber inhaltlich/emotional mehr oder Besseres rüberkommt, darf bezweifelt werden. Offenbar konnte und kann durch „darüber reden“ auch viel kaputtgemacht werden, wie es der von der Verfasserin zitierte Kollege Hoff 1975 sah. In der Tat gehört auch zu einer guten Aufklärungskompetenz – damit eben keine Hiobsbotschaften verbreitet werden und der Theapeut nicht selber zum Patienten wird – auch die Selbstreflexion, was ja im Psycho-Bereich keineswegs neu ist . . . Wir führen deshalb in unserem traditionell auf medizinisch-psychologische Fragestellungen spezialisierten Institut in Dortmund Fortbildungslehrgänge in Psychoonkologie durch, die von der Akademie für Weiterbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert wurden.
Dr. med. Horst Brauwers, Innovatives Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH & Co. KG, Köln-Berliner-Straße 1, 44287 Dortmund
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