ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Abtreibung: Wie gut ist die Hilfe wirklich?

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Abtreibung: Wie gut ist die Hilfe wirklich?

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-166 / B-137 / C-133

Hessel, Jürgen

Zu dem Beitrag „Schwangerschaftsabbruch: Umstrittener Schein“ von Petra Bühring in Heft 46/2000:
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LNSLNS Wie in vielen Kommentaren zur Schwangerschaftskonfliktberatung mit und ohne Schein, so entsteht auch in diesem Artikel der Eindruck, als werde die Schwangere in Konfliktsituationen in Beratungseinrichtungen mit Scheinausgabe „erreicht“ und demzufolge in Einrichtungen ohne Scheinausgabe nicht erreicht. Das Bistum Fulda widerlegt die Behauptung im Schlusssatz des Artikels, wonach angeblich Schwangere in Konfliktsituationen eher in Beratungsstellen gingen, die den Schein ausstellten: Die Beratungsfälle in den sechs Beratungsstellen des Bistums in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen stiegen trotz Verzichts auf den Schein von 2 795 im Jahr 1992 auf 3 827 im Jahr 1998. Das bedeutet – wie in anderen Bistümern auch – eine jährliche Steigerungsrate von rund sechs Prozent. In der gerade veröffentlichten, glasklaren Recherche Manfred Spiekers „Kirche und Abtreibung in Deutschland“ (Verlag F. Schöningh) werden die eklatanten Defizite empirischer Überprüfungen in allen Belangen des Konflikts ausgeführt. Es ist erschreckend, dass dies so ist, da es der Manipulation Tür und Tor öffnet. Wie gut beraten sind wir wirklich? Und vor allem: Wie gut ist die Hilfe wirklich?
Dr. med. Jürgen Hessel, Wilhelmstraße 28, 41747 Viersen
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