ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Klinischer Einsatz von intravenösen Immunglobulinen

BÜCHER

Klinischer Einsatz von intravenösen Immunglobulinen

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-168 / B-139 / C-135

Wahn, Volker

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LNSLNS Immunglobuline
Hervorragende Darstellung
Volker Wahn (Hrsg.): Klinischer Einsatz von intravenösen Immunglobulinen. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen, 2000, 140 Seiten, 34 Abbildungen, 79,80 DM
Wer glaubt, eine Gefälligkeitsmonographie für die Immunglobulin herstellenden Firmen vorzufinden, wird überrascht. Es ist vielmehr eine an Umfang, Themenauswahl, Autoren und Qualität des Inhalts gemessen hervorragende Zusammenstellung. Die immunbiologischen Grundlagen der antikörperbildenden B-Lymphozyten werden ebenso einprägsam dargestellt wie die Herstellung und Virussicherheit der Immunglobuline. Alle wichtigen Indikationen werden im Licht der Studien und Literatur auf erwiesene, fragliche und nicht erwiesene Indikationen analysiert. Dabei soll das Kapitel „Sepsis des Neugeborenen“ wegen seiner ausgewogenen und gut belegten Urteilsfindung herausgehoben werden.
Das Kapitel „Einsatz von Immunglobulinen bei anderen Infektionen“ hat das Spektrum etwas zu eng gefasst. Selbstverständlich wurden auch alle anderen Indikationsbereiche abgehandelt: Einsatz bei angeborenen und erworbenen Immundefekten, passive Prophylaxe bei Virusinfektionen (mit spezifischen Immunglobulinen), Immunmodulation bei verschiedenen Erkrankungen wie Thrombopenie, Kawasaki-Syndrom, neurologischen Erkrankungen, Vaskulitiden und andere.
Wünschenswert für eine Neuauflage wäre eine Diskussion des derzeitiges Standes der subkutanen Infusionen mit Immunglobulinen zur Dauersubstitution sowie eine Besprechung der in Deutschland käuflichen Immunglobulinpräparate (Rote Liste) nach ihren proteinchemischen, biologischen, sicherheitsmäßigen und preislichen Unterschieden.
Bernd H. Belohradsky
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