ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Innenohrschwerhörigkeit: Elektronische Hörimplantate zur operativen Behandlung

MEDIZIN

Innenohrschwerhörigkeit: Elektronische Hörimplantate zur operativen Behandlung

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-169 / B-143 / C-138

Zenner, Hans Peter

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Zusammenfassung
Innenohrschwerhörigkeiten können heute mit teil- oder vollimplantierbaren elektronischen Hörsystemen versorgt werden. Für Patienten, denen bisher mit Hörgeräten nicht geholfen werden konnte, ist damit ein wichtiger therapeutischer Fortschritt erreicht worden: Einem Teil der Betroffenen kann wieder ein ausreichendes Sprachverständnis für Beruf und Alltag wiedergegeben werden. Die Implantate können als vibratorische Verstärkerimplantate bezeichnet werden. Sie nehmen Schall auf und verwandeln ihn in elektronisch verstärkte Mikrovibrationen, die in die Vibrationen des Mittelohres eingespeist werden und von dort ins Innenohr weitergeleitet werden. Bei den meisten Betroffenen erzeugen sie einen ungewöhnlich klaren Klang. Bei Medianwerten von 20 dB können bis zu 55 dB Hörgewinn und 20 bis 60 Prozent Sprachverständlichkeitsgewinn erwartet werden. Die Erfolgswahrscheinlichkeit beträgt mehr als 80 Prozent.
Schlüsselwörter: Schwerhörigkeit, Hörgerät, Hörimplantat, hörverbessernde Operation

Summary
Implantable Hearing Devices – State of The Art
Hearing aids have fundamental disadvantages. They stigmatize the patient and the sound is often found to be unsatisfactory due to the limited frequency range and undesired distortion. In many patients, the ear canal fitting device leads to an occlusion effect. In addition there is acoustic feedback when amplification is high. Conventional hearing aids transmit sound into the ear canal via a small microphone. Sound has the disadvantage of requiring high output sound pressure levels for its transmission. This along with the necessary miniaturization of the loudspeaker as well as the resonances and reflections in the closed ear canal contribute to the disadvantages mentioned above. In contrast, implantable hearing aids do not make sound signals but micromechanical vibrations. An implantable hearing aid has an electromechanical transducer instead of the loudspeaker of a conventional hearing aid. The hearing signal does not leave the transducer as sound but as a mechanical vibration which is directly coupled to the auditory system bypassing the air. This implantable hearing aid is either coupled to the tympanic membrane, the ossicular chain, the perilymph of the inner ear, or the skull. Patients with a sensorineural hearing loss are mostly those with a failure of the cochlea amplifier (CA). A damage to the CA is clinically discernible by a positive recruitment and loss of otoacoustic emissions (OAE). Since these patients form the majority of cases with sensorineural hearing loss, an active hearing implant for such patients should partially replace the function of the CA. Therefore, the suggestion is to refer to an amplifier implant.

Key words: sensorineural hearing loss, hearing aid, hearing implant, ear surgery


Etwa 13,5 Millionen Deutsche leiden an einer chronischen Innenohrschwerhörigkeit. Es gibt bisher keine Arzneimitteltherapie. Dagegen stehen heute sehr leistungsfähige Hörgeräte zur Verfügung. Zahlreiche Patienten können damit versorgt werden, jedoch nicht alle. Konventionelle Hörgeräte arbeiten mit Lautsprechern, deren Schall in den in der Regel vom Ohrpassstück verschlossenen Gehörgang geleitet wird. Es sind die damit verbundenen, prinzipiellen, nicht überschreitbaren physikalischen Grenzen der winzigen Dimensionen (etwa des Lautsprechers) und der zum Teil nachhaltig veränderten Akustik des Gehörgangs, die bei einem Teil der Patienten zu einer erheblichen Veränderung des vom Hörgerät abgegebenen Sprachsignals beitragen können, obwohl es lauter ist. Das veränderte Sprachsignal kann für einen Kranken zum Teil unverständlich sein. Obwohl also das Hörgerät ausgezeichnet überträgt und verstärkt, können akustische Verzerrungen als Folge des notwendigen Verschlusses des Gehörgangs einen Rehabilitationserfolg wieder zunichte machen. Anders als für einen Normalhörenden ist es für einen Hörbehinderten besonders schwer, verzerrte Sprache zu verstehen. Darüber hinaus können Hörgeräte bei einzelnen Patienten zwar in der Hörprüfkabine wirksam sein, ihre Anwendung in spezifischen Alltags- und Berufssituationen ist jedoch nicht ausreichend oder sogar unmöglich. In diesen Fällen kann ein Hörgerät weder zweckmäßig noch ausreichend sein.
Grenzen für den Einsatz konventioneller Hörgeräte
Aus folgenden und anderen nicht lösbaren Gründen kann die Versorgung von Schwerhörigen selbst mit modernsten, konventionellen Hörgeräten bei einem Teil der Patienten grundsätzlich scheitern:
Medizinisch können Ohrpassstücke von Hörgeräten zu intolerablen Okklusionen und Gehörgangsentzündungen führen. Erkrankungen der Handmotorik erlauben kein zuverlässiges Einsetzen der Hörgeräte.
Audiologisch können ein nicht unterdrückbares Rückkopplungspfeifen, intolerable Verzerrungen im vom Hörgerät verschlossenen Gehörgang, ein Überschreiten der Unbehaglichkeitsschwelle sowie unzureichendes Sprachverständnis, insbesondere in beruflichen Situationen durch Verzerrungen aufgrund des verschlossenen Gehörgangs, zu einer nicht ausreichenden Rehabilitation führen.
Stigmatisation meint keine kosmetischen Aspekte, sondern die tatsächliche, zum Teil erhebliche Benachteiligung des sichtbar Kranken, insbesondere im Berufsleben. Diffamierung am Arbeitsplatz und Diskriminierung bei der Stellensuche sind keine Ausnahmen. Im Privatleben kann ein ausgeprägter sozialer Rückzug erzwungen werden.
Berufliche Gründe haben einen hohen Stellenwert. Neben den genannten Gründen, die alle zu einer Arbeitsunfähigkeit führen können, sind auch Besonderheiten bestimmter Berufsgruppen zu berücksichtigen. Dazu gehören Ärzte und Pflegepersonal (Stethoskop), Mitarbeiter in Callcentern (ear plugs), Arbeit in feuchter Umgebung (Hörgerät fällt heraus), Mitarbeiter an Arbeitsplätzen mit Hitze- und Dampfproduktion (Zerstörung der Hörgeräte), schweißtreibende Berufstätigkeiten (Hörgeräte fallen heraus), telefonabhängige Berufe, Sprachberufe (Lehrer, Dolmetscher) oder auch kunden- und verhandlungsorientierte Tätigkeiten. Alle diese Berufe erlauben in einem Teil der Fälle keine ausreichende berufliche Rehabilitation, selbst mit digitalen Hörgeräten, mit allen Folgen für Patient und Solidargemeinschaft. Wirksamkeit oder Versagen einer Hörgeräteanpassung können grundsätzlich nur mit einem Trageversuch beurteilt werden: Eine Vorhersehbarkeit allein nach Aktenlage ohne Trageversuch ist nicht möglich. Treffen nach Trageversuchen einer oder mehrere der oben genannten Gründe zu, dann stand hörgeräterefraktären Patienten bis vor wenigen Jahren kein ausreichendes und kein zweckmäßiges Therapieverfahren zur Verfügung.
Vibratorische Verstärkerimplantate
Diese Situation hat sich grundsätzlich gewandelt: Einem Teil der Betroffenen (Textkasten 1 und Grafik) kann seit einigen Jahren mithilfe von vibratorischen Verstärkerimplantaten (AI, Amplifier Implants) geholfen werden. Diese können einzig zweckmäßig und ausreichend und damit notwendig sein. Vibratorische AI für mittel- bis hochgradige Innenohrschwerhörige produzieren mikromechanische Vibrationen. Sie sind nicht zu verwechseln mit Cochlea-Implants (CI), die bei an Taubheit grenzender Innenohrschwerhörigkeit angezeigt sein können und elektrische Signale produzieren. Vibratorische Implantate sind auch von Hörgeräten zu unterscheiden: Im Gegensatz zu konventionellen Hörgeräten geben vibratorische Implantate keinen Schall ab. Statt des Lautsprechers beim konventionellen Hörgerät besitzt ein AI einen elektromechanischen Aktor. Das Hörsignal verlässt den Aktor nicht als Schall, sondern als winzige Oszillation, die mikromechanisch direkt in das auditorische System eingekoppelt wird. Der Vibrator wird dazu entweder an den Amboss oder an die Schädelkalotte angekoppelt.
Der Anspruch an Implantate zur Versorgung einer Innenohrschwerhörigkeit ist hoch: Er reicht von individueller, frequenzspezifischer Verstärkung über die Verbesserung von Sprachverständlichkeit und Diskriminationsverlust auch im Störlärm bis zu völlig unterschiedlichen Therapieansätzen. Diese sind abhängig
davon, ob die äußeren Haarzellen betroffen und die inneren im Wesentlichen erhalten sind oder letzere auch fehlen.
Für die erste, erheblich häufigere Situation stehen heute die teilimplantierbaren, elektromagnetischen AI-Systeme Vibrant-Soundbridge und BAHA-Cordelle sowie das vollständig implantierbare, piezoelektrische System TICA für hörverbessernde Operationen zur klinischen Verfügung (1, 35, 39, 82, 83). In der zweiten Situation werden heute in zunehmendem Maße Cochlear-Implants verwendet (29).
Klinisch leidet die überwiegende Zahl der Innenohrschwerhörigen an einer Insuffizienz (80) des in den äußeren Haarzellen gelegenen cochleären Verstärkers (Cochlear Amplifier, CA). Die inneren Haarzellen funktionieren häufig noch. Sie sind allerdings um 40 bis 60 dB weniger empfindlich als die äußeren Haarzellen. Der cochleäre Verstärker funktioniert als physiologischer Vibrator im Innenohr und ist für die Hörempfindlichkeit (Lautheit) und die Frequenzselektivität (Sprachverständlichkeit) verantwortlich.
Ein Funktionsverlust äußerer Haarzellen macht sich klinisch sowohl in einem Hörverlust als auch vor allem in einem Sprachdiskriminationsverlust bemerkbar. Werden die Patienten laut angesprochen, können sie zwar hören, aber trotzdem nur schlecht verstehen. In einer Geräuschkulisse kann auf übliche Gesprächsentfernungen fast nichts mehr verstanden werden.
Bei cochleärer Ertaubung sowie bei einer an Taubheit grenzenden Resthörigkeit des Innenohrs geht der Innenohrschaden erheblich über den Verlust des cochleären Verstärkers und der äußeren Haarzellen hinaus: Es muss auch von einem weitgehenden oder vollständigen Verlust der Funktion der inneren Haarzellen ausgegangen werden (80).
Dem genannten pathophysiologischen Konzept entsprechend ersetzt der elektronisch gesteuerte Vibrator eines AI bei mittel- bis hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit partiell die Verstärkung des physiologischen cochleären Vibrators. Das aus dem Implantat stammende, verstärkte Signal stimuliert bei ausgefallenen äußeren Haarzellen mikromechanisch die inne-ren Haarzellen des Innenohrs. Ein AI ist also ein vibratorischer Haarzellstimulator.
Bei einer an Taubheit grenzenden Innenohrschwerhörigkeit ist der Ersatz des cochleären Verstärkers und damit der Einsatz eines AI nicht mehr zweckmäßig, da auch die inneren Haarzellen weitgehend oder vollständig ausgefallen sind. Daraus ergibt sich die Indikation für ein Cochlea-Implantat (CI), welches unter Umgehung der gesamten Funktion des Innenohrs den Hörnerven elektrisch stimuliert. Ein CI ist also ein elektrischer Hörnervstimulator.
Noch einmal anders zu betrachten sind aktive Implantate für Mittelohrschwerhörige. Diese sollen eine so genannte Impedanzanpassung erreichen (siehe Dt Ärztebl 2000; 97: 607–614 [Heft 10]).
Als klinisch zugelassene Verstärkerimplantate (AI) für Innenohrschwerhörige stehen drei sehr unterschiedliche Systeme zur Verfügung:
- teilimplantierbare Knochenleitungsimplantate,
- teilimplantierbare, ossikelgekoppelte Implantate,
- vollimplantierbare, ossikelgekoppelte Implantate.
Eine Indikation kann der niedergelassene Arzt anhand folgender Screening-Faktoren abschätzen:
- Wie bei einem konventionellen Hörgerät auch, muss der tonaudiometrische Hörverlust auf dem besseren Ohr 30 dB oder mehr in mindestens einer der audiologischen Prüffrequenzen zwischen 500 und
3 000 Hz betragen, und die Verstehensquote für einsilbige Wörter soll auf dem besseren Ohr bei 65 dB Sprachschallpegel nicht größer als 80 Prozent sein.
- Hörgerätetrageversuche sollen gezeigt haben, dass der Patient hörgeräteinfraktär ist. Dabei sind die eingangs genannten audiologischen, psychosozialen, medizinischen und vor allem beruflichen Gründe die häufigsten Ursachen dafür, dass Hörgeräte nicht zweckmäßig und nicht ausreichend sein können. Umgekehrt ist die Feststellung einer Hörgeräteeignung ohne Trageversuch nicht möglich.
- Die speziellen audiologischen Voraussetzungen derzeit implantierbarer Systeme müssen erfüllt werden. (Grafik). Dabei gilt: Implantate sind für Innenohrschwerhörige im Mittel- bis Hochtonbereich geeignet, jedoch kaum für Tieftonschwerhörigkeiten.
- Die Röntgenaufnahme nach Schüller soll eine gute Pneumatisation des Mastoids zeigen.
Der Operateur stellt die endgültige Indikation anhand aufwendiger und strenger Untersuchungskriterien der Arbeitsgemeinschaft „ADANO“ der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie fest.
Da teilimplantierbare AI (Vibrant, BAHA-Cordelle) gegenüber einem konventionellen Hörgerät akustische Vorteile insbesondere außerhalb der audiologischen Prüfsituation bieten, können sie aus audiologischen Gründen bei solchen Patienten indiziert sein, bei denen eine Hörgeräteversorgung nicht zu ausreichender Klangqualität, zu Rückkopplungen und zu Verzerrungen mit mangelhafter Sprachverständlichkeit führt. In Ergänzung dazu steht bei voll implantierbaren AI (TICA) ein breiteres Indikationsspektrum zur Verfügung. Wie teilimplantierbare AI können sie gegenüber konventionellen Hörgeräten wichtige audiologische Qualitätsvorteile haben, die beim einzelnen Patienten erst die ausreichende Sprachverständlichkeit ermöglichen. Bei im Gehörgang implantiertem Sensor ist außerdem ein wichtiger Gewinn an Störschallunterdrückung (verbessertes Sprachverständnis bei zum Beispiel beruflichem Hintergrundlärm) und Schalllokalisation (erleichterte Separation von Stör- und Nutzschall) aufgrund der natürlichen Richtcharakteristik des Außenohrs zu erwarten. Darüber hinaus hat ein Vollimplantat Vorteile im täglichen Leben (zum Beispiel bei Regen, Schwitzen, Windgeräuschen, Schwimmen, Duschen) und vor allem bei der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit in bestimmten Berufsgruppen (beispielsweise Lehrer, insbesondere Sportlehrer, Berufsköche, Sitzungsleiter, Außendienstmitarbeiter, Call-Center, Telefonisten). Von Bedeutung ist zudem der Wegfall der Stigmatisierung des Schwerhörigen, die den auffallend seltenen sozialen Rückzug eines Patienten mit einem Vollimplantat erklärt.
Der soziale Rückzug aus der menschlichen Kommunikation sowie berufliche Diffamierung und Diskriminierung sind für den Schwerhörigen besonders beeinträchtigend. Daher ist eine erfolgreiche soziale Reintegration, sei sie beruflich oder privat, die eigentliche klinische „Messlatte.“
Vibrant und TICA sind nicht für die Versorgung ausgeprägter Tieftonschwerhörigkeiten indiziert. Sie können im Tieftonbereich nur eingeschränkte Hörverluste kompensieren. Für TICA und Vibrant HF wird bei 500 Hz ein maximaler Hörverlust von 30 dB, für Vibrant P von 65 dB angegeben. Die genannten AI sind auch nicht indiziert, um Patienten zu behandeln, die in die tonaudiometrische Versorgungslücke zwischen konventionellen Hörgeräten und Cochlea-Implants fallen. TICA LZ kann darüber hinaus nicht bei Kindern implantiert werden.
Teilimplantate
Knochenleitungsimplantate
Klinisch angewendet wird das BAHA-Cordelle. Die Operation besteht im Wesentlichen in der Implantation einer hohlen Titanschraube in den Schädelknochen, an die später der eigentliche Vibrator angekoppelt wird. Über der Schraube wird die Haut perforiert. Nach Abschluss der Wundheilung kann der elektromagnetische Vibrator befestigt werden. Mikrophon, Audioprozessor und Batterie sind in einem Taschengerät untergebracht. Grundsätzlicher Vorteil eines BAHA sind der geringe operative Aufwand und das niedrige Operationsrisiko. BAHA-Cordelle kann bei Patienten mit einem Innenohrhörverlust von mehr als 60 dB indiziert sein, die bei einem Hörtest mit dem BAHA-Cordelle einen Hörgewinn zeigen. Der Hörtest kann mit einem Zahnadapter durchgeführt werden. Aufgrund des Taschengeräts wird das BAHA-Cordelle allerdings selten verwendet.
Ossikelgekoppelte Teilimplantate
In Europa und den USA wird die Vibrant-Schallbrücke angewendet. Als Vibrator dient der elektromagnetische „floating mass transducer“ (FMT) der aus einer winzigen Spule und Magnet besteht. Beide befinden sich in extrem geringem Abstand voneinander in einer kleinen Kapsel, die zu Vibrationen angeregt wird. Die Kapsel wird am langen Ambossschenkel befestigt und treibt die Ossikelkette an. Mikrophon, Batterie, digitaler Audioprozessor und ein kleiner Sender befinden sich in einer anderen Kapsel, die außen am Kopf getragen wird. Eine Empfängerspule unter der Kopfhaut nimmt die Signale des Senders auf und überträgt sie auf den FMT.
Das Operationsverfahren umfasst eine Routine-Mastoidektomie, sowie eine posteriore Tympanotomie (2 bis 3 mm große „Fensterung“ zwischen Mastoid und Mittelohr) mit Darstellung des langen Ambossschenkels. Der FMT wird durch die kleine Fensterung in die Pauke eingeführt und mit zwei Titanclips, eventuell auch mit Ionomer-Zement am Amboss befestigt. In eine Knochenvertiefung hinter dem Mastoid wird die Empfängerspule implantiert. Das Operationsverfahren ist damit weitgehend identisch mit der vielfach bewährten Methode der CI-Implantation.
Vollimplantate
Ossikelgekoppelte Implantate
Seit einigen Jahren werden in Deutschland auch Implantationen des vollimplantierbaren, piezoelektrischen TICA-Systems (41) durchgeführt (82, 83). Das Implantat erlaubt hörverbessernde Operationen bei Innenohrschwerhörigen ohne äußerliches Stigma und lässt aufgrund der Implantation eines Membransensors in die hintere knöcherne Gehörgangswand bei einem Teil der Patienten partiell eine erstaunliche Sprachkommunikation auch bei Störgeräuschen sowie eine auditorische Raumorientierung zu. TICA umfasst einen in den Hohlraum des Mastoids implantierbaren, piezoelektrischen Vibrator (Gewicht 0,4 g) (35, 36) sowie einen in die hintere knöcherne Gehörgangswand subkutan implantierbaren Schallsensor (Membrandurchmesser 4,5 mm, Gewicht 0,4 g) (37), eine implantierbare Batterie sowie einen implantierbaren, digital programmierbaren 3-Kanal-Audioprozessor (41). Die Schallaufnahme erfolgt trommelfellnah durch den implantierten Membransensor (37). Die Vibration des piezoelektrischen Vibrators wird über eine 0,5 mm messende Sonde an den Amboss angekoppelt. Sein Frequenzgang reicht von 50 bis 10 000 Hz. Bis 500 Hz können Innenohrhörverluste bis 30 dB, ab 2 000 Hz auch steilabfallende, hochgradige Hörverluste bis 90 dB kompensiert werden.
Das Operationsverfahren ist der seit Jahrzehnten bewährten Vorgehensweise bei Cochlear-Implants und beim Vibrant ähnlich. Zusätzlich wird zur Implantation des Sensors eine wenige Millimeter messende Öffnung in der hinteren Gehörgangswand unter der intakten Haut angebracht. In dieser Öffnung sitzt die Mikrophonmembran bündig in der hinteren Gehörgangswand und wird durch die Gehörgangshaut abgedeckt. Prozessor und Batterie befinden sich in einem flachen Gehäuse und werden ähnlich wie ein CI-Empfänger retroaurikulär subkutan implantiert. Für die Verbindung zwischen Vibrator und Amboss stehen zwei Methoden zur Verfügung: Zum einen kann die Sonde am langen Ambossschenkel ähnlich den seit den 60er-Jahren bewährten Steigbügelprothesen mit einem winzigen Clip befestigt werden. Zum anderen kann der Wandler an den Ambosskörper angekoppelt werden.
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Implantate stehen Veröffentlichungen über präklinische Untersuchungen (36, 37, 41, 56, 73) sowie kontrollierte, prospektive Studien zur Anwendung beim Patienten zur Verfügung (34, 82, 83, 90, 91). Beim Vibrant beobachteten Lenarz et al. (34) Hörgewinne von bis zu 50 dB, insbesondere im höheren Frequenzbereich, bemerkenswert verzerrungsfreies Hören sowie eine Verbesserung des Sprachverständnisses auch bei Hintergrundlärm um bis zu 40 Prozent. Auch Dazert et al. (4) sowie Ernst et al. (6)
berichten über Patienten, die einen natürlichen Klang von Tönen und Sprache, eine bessere Hochtonwahrnehmung und ein verbessertes Sprachverständnis im Störlärm empfinden. Beim TICA ergaben audiologische Messungen bei 89 Prozent der hörgeräterefraktären Patienten Einsilberverständlichkeitsverbesserungen, die in der Spitze 60 Prozentpunkte betrugen. dBopt wurde bei 75 Prozent der Patienten bei Umgangssprachschallpegeln von 65 bis 75 dB erreicht. Bei allen Patienten mit Diskriminationsverlust wurde dieser verkleinert, bei 70 Prozent sogar beseitigt. Bei Störgeräuschuntersuchungen lag bei 72 Prozent der Patienten die Verstehensschwelle von Sätzen bei -2 dB bis +1 dB Signal-Störlärm-Abstand (das heißt diese Patienten können bei Hintergrundlärm zum Beispiel auf circa 2 m Entfernung verstehen). Die maximalen Verstärkungsgewinne waren frequenzabhängig und betrugen 40 dB bei 2 kHz, 50 dB bei 3 kHz und 55 dB bei 4 kHz, wobei im Mittel
20 dB einprogrammiert wurden. Die Raumorientierung gelang zu 89 Prozent fehlerlos. Beim standardisierten Göteborger Profil wurden über alle Patienten, sowohl für die Bereiche Verstehen und Lokalisation als auch Soziales und Befindlichkeit, gleichmäßige Werte von 80 bis 88 Prozent der maximalen Punktzahl erreicht. Dabei fiel auf, dass anders als bei Hörgeräteträgern, der Abbau der Behinderung in Bezug auf Beziehungen zu Mitmenschen sowie die subjektive Befindlichkeit von den mit einem Implantat versorgten Patienten genauso hoch bewertet wird, wie der Gewinn an Sprachverständlichkeit und Richtungshören (91). Insbesondere konnte in den fraglichen Fällen die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt werden.
Die nunmehr seit mehreren Jahren durchgeführten über tausend Implantationen von BAHA, Vibrant-Schallbrücke und TICA stellen für einen Teil der ansonsten nicht therapierbaren Gruppe hörgeräterefraktärer Patienten die einzige heute zur Verfügung stehende Therapieform mit nachgewiesener Wirksamkeit dar. Bisher wurden nur geringgradige Komplikationen beobachtet, die sich im Rahmen mehrerer tausendfach durchgeführter sonstiger hörverbessernder Operationen und passiver Implantationen bewegen. Dies war zu erwarten, da praktisch alle Operationsschritte seit Jahrzehnten bei anderen Ohroperationen und Implantationen standardisiert durchgeführt werden. Das hat zur Folge, dass das die Risiken, verglichen mit der nützlichen Wirkung für den Patienten, identisch mit den Risiken jahrzehntelang bewährter und akzeptierter Operationsverfahren sind. Sie sind damit mit einem hohen Maß des Schutzes für Gesundheit und Sicherheit des Patienten vereinbar.
Cochlear-Implantate bei Resthörigkeit des Innenohrs
Bei resthörigen Patienten kann davon ausgegangen werden, dass nicht nur äußere, sondern auch zahlreiche innere Haarzellen zugrunde gegangen sind. Da ein mikromechanisch Haarzellen stimulierendes AI die Existenz einer ausreichend großen Zahl innerer Haarzellen voraussetzt, können resthörige Patienten nicht mit einem AI versorgt werden. Aber auch konventionelle Hörgeräte stoßen aus demselben Grund an ihre Grenzen. Klinisch können diese Patienten mit einem Hörgerät hören, ja sogar einzelne Wörter verstehen. Aber sie müssen gleichzeitig von den Lippen ablesen und in Gesprächssituationen den Informationsinhalt mühsam aus multimodalen Eindrücken kombinieren. Medizinische Sachverhalte muss der Arzt fast immer schriftlich vermitteln.
Seit Anfang der 90er-Jahre wird überprüft, ob die bei Gehörlosigkeit bewährten, elektrisch den Hörnerv stimulierenden Cochlear-Implantate auch bei einer resthörigen Innenohrschwerhörigkeit wirksam sein können. Laszik (29) erwartet eine derartige Routineindikation in überschaubarer Zukunft. Ausgehend von einem Einsilberverstehen im Freiburger Sprachtest von maximal 30 Prozent bei 70 dB Sprachschallpegel und
optimierter Hörgeräteversorgung zeigten Lasziks erste Patienten schon einen Monat nach Erstanpassung eines CI verbesserte Ergebnisse im Freiburger Sprach- und Göttinger Satztest. Demnächst stehen CI mit telemetrischer Messmöglichkeit von Aktionspotenzialen in kleinen Abschnitten zur Verfügung. Diese Messungen werden erkennen lassen, wo es sinnvoll ist, auf einem Elektrodenträger an einer Stelle mit schnellen, an anderer mit langsamen Raten, aber dafür mit mehreren Elektroden, zu reizen, wodurch die Versorgung nicht nur bei Gehörlosen, sondern auch bei hochgradig Schwerhörigen verbessert werden kann.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 169–174 [Heft 4]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Hans Peter Zenner
Universitäts-HNO-Klinik
Silcherstraße 5, 72076 Tübingen
E-Mail: zenner@uni-tuebingen.de


Abbildung 1: Knochenleitungsimplantat. a) In den Schädelknochen wird durch die Haut eine Titanschraube implantiert, an der ein b) elektromagnetischer Vibrator befestigt werden kann (BAHA-Cordelle, Hersteller: Entific, USA). Die Vibration wird über Knochenleitung zum Innenohr transportiert. BAHA-Cordelle-Vibrator mit Kabel zum Taschengerät, indem sich Batterie und Audioprozessor befinden (mit freundlicher Genehmigung).


Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Hans Peter Zenner), Eberhard-Karls-Universität, Tübingen



Screening-Kriterien für ein Amplifier-Implantat bei Innenohrschwerhörigkeit
Ein Screening für Erwachsene kann anhand dreier Grundvoraussetzungen durchgeführt werden:
- Wie bei einem konventionellen Hörgerät muss für eine Implantation der tonaudiometrische Hörverlust auf dem besseren Ohr 30 dB oder mehr in mindestens einer der audiologischen Prüffrequenzen zwischen 500 und 3000 Hz betragen. Bis 1 kHz soll der Hörverlust 30 dB nicht überschreiten. Die Verstehensquote für einsilbige Wörter soll auf dem besseren Ohr bei 65 dB Sprachschallpegel nicht größer als 80 Prozent sein. Je nach Implantat kommen noch die speziellen audiologischen Kriterien hinzu, die in der Grafik dargestellt sind:
- Der Patient muss mit einem Hörgerät aus
– medizinischen,
– psychosozialen,
– audiologischen oder
– beruflichen Gründen nicht ausreichend versorgbar sein.
- Das Mastoid muss gegebenenfalls ausreichend groß sein. Beim TICA LZ3001 wird ein Pneumatisationsgrad III oder IV in der Röntgenaufnahme nach Schüller gefordert.


Grafik: Audiologische Indikationsbereiche für Vibrant und TICA. a) Indikationsbereiche für Vibrant P und Vibrant HF. 1) Innenohrschwerhörigkeit mit Schwellen auf oder innerhalb der gezeigten Pegel. 2) Die Seitendifferenz für die Luftschallübertragung sollte innerhalb von 20 dB liegen; b) Indikationsbereich für
TICA. 1. Innenohrschwerhörigkeit mit Hochtonsteilabfall auf dem zu versorgenden Ohr zwischen 500 und 4 000 Hz auf oder innerhalb der gezeigten Pegel (90). Die Linie stellt die ungefähre Steilheit des Hörverlusts dar. 2. 30/30-Regel: Der Hörverlust sollte bei 2 000 Hz um mindestens 30 dB größer sein als bei 500 Hz. Bei 500 Hz nicht mehr als 30 dB Hörverlust (90). 3. Unterhalb von 1 000 Hz sollte die Seitendifferenz für die Luftschallübertragung innerhalb von 20 dB liegen. 4. Mastoidgröße muss die röntgenologischen Kriterien nach Maassen et al. (43) erfüllen (Pneumatisationsgrad III/IV)


Abbildung 2: Ossikelgekoppeltes Teilimplantat. a) Schema (Vibrant, Hersteller: Symphonix, USA), b) elektromagnetischer Vibrator (Schema), c) Ankopplung an den langen Ambossschenkel, d) Empfangsspule und Vibrator, e) Empfangsspule implantiert, f) Vibrator implantiert (mit freundlicher Genehmigung; Abb. e, f wurde freundlicherweise von Prof. Dr. T. Lenarz, Hannover, zur Verfügung gestellt [92])



Allgemeine Kontraindikationen gegen implantierbare Hörsysteme bei Innenohrschwerhörigkeit
Ausreichende Versorgbarkeit mit Hörgeräten
- Stark fluktuierende oder rasch progrediente Hörstörung
- Taubheit auf einem Ohr
- Erkrankungen des Gehörgangs, Mittelohrs, Felsenbeins oder Kleinhirnbrückenwinkels, die der Implantation entgegenstehen
- Irregulärer Verlauf des N. facialis
- Vorausgegangene Mittelohroperationen
- Retrocochleäre Hörstörung oder auditorische Neuropathie
- Hirnorganische Erkrankungen
- Psychiatrische Erkrankungen
- Einschränkungen der Narkose- oder Operationsfähigkeit
- Gleichzeitige Einnahme ototoxischer Medikation
- Schwangerschaft


´Tabelle
Ergebnisse und Indikation für voll- und teilimplantierbare Hörimplantate
Hörgewinn Verbesserung des Indikation
(Tonschwelle) Sprachverständnisses (hörgeräterefraktäre
(Einsilber) Innenohrschwerhörigkeit)
Vollimplantate
TICA LZ3001 bis zu 55 dB bis zu 60 % Hochtonschwerhörigkeit
im Mittel 20 dB bis 90 dB
maximal 30 dB bei 500 Hz,
bei 2 kHz 30 dB schlechter als
bei 500 Hz
Teilimplantate
Vibrant P/HF bis zu 50 dB bis zu 40 % Hochtonschwerhörigkeit
bis 85 dB
HF-Version: Maximal 30 dB bei 500 Hz
Mitteltonschwerhörigkeit
P-Version: Maximal 60 dB bei 500 Hz
BAHA-Cordelle mehr als 60 dB


Abbildung 3: Ossikelgekoppeltes Vollimplantat. a) Schema mit Ankopplung am langen Ambossschenkel (TICA, Hersteller: Implex AG, München), b) Implantat mit Prozessor -und Batteriegehäuse (unten), Aktor (rechts) und Sensor (oben), c) Sensor während Implantation in die hintere Gehörgangswand, d) Ankopplung des Aktors (Wandler) mit einem Clip an den langen Ambossschenkel, e) Ankopplung des Aktors an den Ambosskörper, f) Sicherung der Ankopplung an den Ambosskörper mit Ionomer-Zement. Erkennbar sind Prozessor, Batterie, Gehäuse (unten), Sensor (links oben) und Aktor (rechts oben) [92])
 1. Ball G, Maxfield B: Floating mass transducer for middle ear applications. Sec Intl Symp Electr Impl 1996: 8.
 2. Baumann JW, Leysieffer H: Grundlagen der Energieversorgung vollständig implantierbarer Hörgeräte für Innenohrschwerhörige. HNO 1998; 45: 121–128.
2 a.Blauert J: Spatial hearing: The psychophysics of human sound localization, MIT, Cambridge, Mass 1983.
 3. Brånemark PI, Hansson-Adell R, Breine U: Osseointegrated implants in the treatment of the adentolous jaw. Scand J Plast Reconstr Surg 1977; 111 [Suppl 16]: 1–132.
 4. Dazert S, Shehatra-Dieler WE, Dieler R, Helms J: Das aktive Mittelohrimplantat „Vibrant Soundbridge“. HNO 47 1999: 316 abstr.
 5. Dumon T, Zennaro O, Aran JM, Bebear JP: Piezoelectric middle ear implant preserving the ossicular chain. Otolaryngol Clin North Am 1995; 28: 173–187.
 6. Ernst A, Junker R, Wilhelm Th: Evaluation von Patienten und erste Ergebnisse bei der Implantation von Mittelohrhörgeräten. HNO 1999; 47: 317 abstr.
 7. Federspil P: Die Behandlungsmethode der Wahl. Nobelpharma Intl 1995; 2: 9–11.
 8. Fredrickson JM, Coticchia JM, Khosla S: Ongoing investigations into an implantable electromagnetic hearing aid for moderate severe sensoneural hearing loss. Otolaryngol Clin North Am 1995; 28: 107–120.
 9. Fredrickson JM,Tomlinson DR, Davis ER, Odkirst LM: Evaluation of an electromagnetic implantable hearing aid. Can J Otolaryngol 1973; 2: 53–62.
10. Gloric A, Moushegian G, Bringwald PR, Rupert AL, Gerken GM: Magnetically coupled stimulation of the ossicular chain: measures in kangaroo rat and man. J Acoust Soc Am 1972; 52: 694–696.
11. Goode RL: An implantable hearing aid: state of the art. Trans Am Acad Ophthal Otolar 1970; 74: 128–139.
12. Goode RL: Implantable hearing aids. Otolaryngol Clin North Am 1978; 11: 155–161.
13. Goode RL: Electromagnetic implantable hearing aids. Adv Audiol 1988; 4: 22–31.
14. Goode RL, Aritomo H, Gonzales J, Gyo K: The implantable hearing aid. In: Van Steenberghe, ed.: Tissue integration in oral maxillo-facial reconstruction. Amsterdam: Excerpta Medica 1986: 199–208.
15. Goode RL, Glattke T: Audition via electromagnetic induction. Arch Otolaryngol 1973; 98: 23–26.
16. Goode RL, Rosenbaum ML,Maniglia AJ: The history and development of the implantable hearing aid. Otolaryngol Clin North Am 1995; 28: 1–16.
17. Gyo K,Yanagihara N, Saiki T, Hinohira Y: Present status and outlook of the implantable hearing aid. Am J Otol 1990; 11: 250–253 .
18. Heide J, Tatge G, Sander T, Gooch T, Prescott T: Development of a semi-implantable hearing device. Adv Audiol 1988; 4: 32–43.
19. Hough J, Dormer KJ, Meikle M, Baker RS, Himelick T: Middle ear implantable hearing device: ongoing animal and human evaluation. Ann Otol Rhinol Laryngol 1988; 97: 650–658.
20. Hough J, Himelick T, Johnson B: Implantable bone conduction hearing device: audiant bone conductor – update on our experiences. Ann Otol Rhinol Laryngol 1986; 95: 498–504.
21. Hough J, Vernon J, Dormer K, Johnson B, Himelick T: Experiences with implantable hearing device and a presentation of a new device. Ann Otol Rhinol Laryngol 1986; 1: 60–65.
22. Hough J, Vernon J, Meikle M, Himelick T, Richard G, Dormer K: A middle ear implantable hearing device for controlled amplification of sound in the human. Laryngoscope 1987; 97: 141–151.
23. Hudde H, Gervert B, Hüttenbrink: Zukünftige Möglichkeiten aktiver Mittelohrimplantate. Audiol Akust 1982; 5: 144–165.
24. Hüttenbrink KB: Current status and critical reflextions on implantable hearing aids. Am J Otol 1999; 20: 409–415.
25. Issing PR, Graßhof E, Battner RD, Frederickson JM, Lenarz T: Das teilimplantierbare Hörgerät Otologics. HNO 1999; 47: 24 abstr.
26. Kodera K, Suzuki JI, Nagai K, Yabe T: Sound evaluation of partially implantable piezo-electric middle ear implant. ENT J 1994; 73: 108–111.
27. Kodera K, Suzuki JI, Ohno T: Evaluation of the implantable microphone in the cat. Adv Audiol 1988; 4: 117–123.
28.Laszig R, Kuzman RJ, Seifert V, Lehnhardt E: The Hannover auditory brainstem implant: a multiple-electrode prothesis. Eur Arch Otorhinolaryngol 1991; 248: 420–421.
29. Laszig R, Klenzner T: Cochlear Implant bei Resthörigkeit. HNO 1997; 45: 740-741.
30. Lehner R: Implantatmaterialien für Mittelohr und Mastoid. HNO 1998; 45: 745-748.
31. Lehner R, Maassen MM, Leysieffer H, Plester D, Zenner HP: Kaltfliessende Elemente zur Ankopplung eines implantierbaren Hörgerätewandlers an Gehör-knöchelchen oder Perilymphe. HNO 1998: 46: 27-37.
32. Lehner R, Maassen MM, Plester D, Zenner HP: Ossikelankopplung eines implantierbaren Hörgerätewandlers mittels eines Er: YAG-Laser. HNO 1997; 45: 867-871.
33. Lehnhardt E: Intracochleäre Plazierung der Cochlear-Implant-Elektroden in soft surgery technique. HNO 1993; 41: 356-359.
34. Lenarz T, Weber BP, Mack KF, Battmer RD, Gnadeberg D: Vibrant Soundbrigde System: Ein neuartiges Hörimplantat für Innenohrschwerhörige. Teil 1: Funktionsweise und erste klinische Erfahrungen. Laryngorhinootologie 1998; 77: 301-302.
35. Leysieffer H, Baumann JW, Müller G, Zenner HP: Ein implantierbarer piezo-elektrischer Hörgerätewandler für Innenohrschwerhörige. Teil I: Entwicklung eines Prototypen. HNO 1997; 45: 792–800.
36. Leysieffer H, Baumann JW, Müller G, Zenner HP: Ein implantierbarer piezo-elektrischer Hörgerätewandler für Innenohrschwerhörige. Teil II: Klinisches Implantat. HNO 1997; 45: 801–815.
37. Leysieffer H, Müller G, Zenner HP: Ein implantierbares Mikrophon für elektronische Hörimplantate. HNO 1997; 45: 816–827.
38. Leysieffer H, Zenner HP: Ein implantierbares Hörgerät für Innenohrschwerhörige. Laryngorhinootologie 1997; 76: 694–699.
39. Leysieffer H, Baumann JW, Mayer R, Müller D, Müller G, Schön T, Volz A, Zenner HP: Ein vollständig implantierbares Hörsystem für Innenohrschwerhörige: TICA LZ 3001. HNO 1998; 46: 853–863.
40. Leysieffer H: Prinzipielle Anforderungen an einen elektromechanischen Wandler für implantierbare Hörgeräte bei Innenohrschwerhörigkeit. HNO 1997; 45: 775–786.
41. Maassen MM, Plinkert PK, Diedrichs D, Lüdtke R, Zenner HP: Funktionelle Langzeitresultate nach offener Cholesteatomchirurgie und Ossikuloplastik mit allogenen Ossikeln im Erwachsenenalter. Laryngorhinootologie 1998; 77: 74-81. German.
42. Maassen MM, Zenner HP: Tympanoplastic type II with ionomeric cement and titanium-gold-angle prostheses. Am J Otol 1998; 19: 693–699.
43. Maassen MM, Lehner R, Dammann F, Lüdtke R, Zenner HP: Der Stellenwert der konventionellen Röntgendiagnostik nach Schüller sowie der Computertomographie des Felsenbeins bei der präoperativen Diagnostik des Tübinger implantierbaren Cochlearverstärkers. HNO 1998; 46: 220-227.
44. Maassen MM, Lehner RL, Müller G, Reischl G, Lüdtke R, Leysieffer H, Zenner HP: Anpassung der Geometrie implantierbarer Hörtgerätekomponenten an das menschliche Felsenbein. Teil II: Mikrofon. HNO 1997; 45: 847–854.
45. Maassen MM, Lehner RL, Müller G, Reischl G, Lüdtke R, Leysieffer H, Zenner HP: Anpassung der Geometrie implantierbarer Hörgerätekomponenten an das menschliche Felsenbein. Teil I: Elektromechanischer Wandler. HNO 1997: 45: 840–846.
46. Mahoney T, Vernon J: Speech induced cochlear potential. Arch Otolaryngol 1974; 100: 403–404.
47. Maniglia AJ, Ko WH, Rosenbaum M, Zhu WL, Werning J, Belser R, Drago P: A contactless electromagnetic implantable middle ear device for sensorineural hearing loss. ENT J 1994; 73: 78–90.
48. Maniglia AJ, Ko WH, Zhang RX, Dolgin SR, Rosenbaum ML, Montague FW: Electromagnetic implantable middle ear hearing device of the ossicular-stimulating type: principles, designs, and experiments. Ann Otol Rhinol Laryngol 1988; 136: 3–16.
49. Maniglia AJ et al.: The middle ear bioelectronic microphone for a totally implantable cochlear hearing device for profound and total hearing loss. Am J Otol 1999; 20: 602–611.
50. McGee TM, Kartush JM, Heide JC, Bojrab DI, Clemis JD, Kulick KC: Electro-magnetic semi-implantable hearing device. Laryngoscope 1991; 101: 355–360.
51. Niehaus HH: a) Das implantierbare Mittelohrhörgerät. HNO 1995; 43: 697–701.
52. Niehaus HH: b) Implantierbare Hörgeräte: eine neue Ära der Otologie? In: Ganz H, Schätzle W, Hrsg.: HNO Prax Heute 1995; 15: 23–33.
53. Niehaus HH, Helms J, Müller J: c) Are implantable hearing devices really necessary? ENT J 1995; 74: 271–274.
54. Perkins R, Pluvinage V: The ear lens system: a new method of sound transduction to the human ear – current status. Proceedings des „International Symposium on Electronic Implants in Otology and Conventional Hearing Aids“. Orlando 1993.
55. Plester D, Matutinovic R, Matutinovic Z: Hörgeräteanwendung für die induktive Übertragung akustischer Signale. Deutsches Patentamt 1978; 2044870.
56. Plinkert PK, Baumann JW, Lenarz T, Keiner S, Leysieffer H, Zenner HP: In-vivo-Untersuchungen eines piezoelektrischen implantierbaren Hörgerätewandlers an der Katze. HNO 1997; 45: 828–839.
57. Rutschmann J: Magnetic audition-auditory stimulation by means of alternating magnetic fields acting on a permanent magnet fixed to the eardrum. IRE Trans Med Electronics 1959; 6: 22–23.
58. Rutschmann J, Page HJ, Fowler ER jr: Auditory stimulation: alternating magnetic fields acting on a permanent magnet fixed to the eardrum. Philadelphia: American Physiological Society Meeting 1958.
59. Spindel JH, Lambert PR, Ruth RA: The round window electromagnetic implantable hearing aid approach. Otolaryngol Clin North Am 1995; 28: 189–205.
60. Suzuki J, Kodera K, Akai S et al.: Still further clinical observation of MEI implanted patients. In:Yanagihara N, Suzuki J, eds.: Transplants and implants in otology II. Amsterdam: Kugler & Ghedini 1992; 387–390.
61. Suzuki J, Kodera K, Ashikawa H, Suzuki M: c) Implantation of partially implantable middle ear implant and the indication. Adv Audiol 1988; 4: 160–169.
62. Suzuki J, Kodera K, Nagai K,Yabe T: Long-term clinical results of the partially implantable piezoelectric middle ear implant. ENT J 1994; 73: 104–107.
63. Suzuki JI, Kodera K, Nagai K,Yabe T: Partially implantable piezoelectric middle ear hearing device: Long-term results. Otolayngol Clin North Am 1995; 28: 99–106.
64. Suzuki J, Kodera K, Suzuki M: b) Further experiences in perfecting a middle ear implant hearing instrument. In: Babigghian G, Veldman JE, eds.: Transplants and implants in otology. Amsterdam: Kugler & Ghedini 1988; 333–337.
65. Suzuki J, Kodera K, Suzuki M, Ashikawa H: Further clinical experiences with middle-ear implantable hearing aids: indicatings and sound quality evaluation. ORL 1989; 51: 229–234.
66. Suzuki J, Shono H, Koga K, Akiyama T: Early studies and the history of development of the middle ear implant in Japan. Adv Audiol 1987; 4: 4–14.
67. Suzuki J, Yanagihara N, Toriyama M, Nagamasa S: a) Principle construction and indication of the middle ear implant. Adv Audiol 1988; 4: 15–21.
68. Tjellström A: Vibratory stimulation of the cochlea through a percutaneous transducer. Adv Audiol 1988; 4: 44–50.
69. Tjellström A, Granström G: Long term follow-up with the bone anchored hearing aid. ENT J 1994; 73: 2.
70. Tjellström A, Hakansson B: The bone anchored hearing aid. Otolaryngol Clin North Am 1995; 28: 53–72.
71. Tjellström A, Lindstrom J, Hallen U, Albrektsson T, Branemark PI: Osseo-integrated titanium implants in the temporal bone: a clinical study of bone-anchored hearing aids. Am J Otol 1983; 2: 304–310.
72. Tjellström A, Luetje CM, Hough JVD, Arthur B, Hertzmann P, Katz B, Wallace D: Acute human trial of the floating mass transducer. Sec Intl Symp Electr Impl Göteborg 1996; 29: 51.
73. Weber B: Habilitationsschrift. Hannover: MHH 1997.
74. Weber BP, Mack K, Strandmann B, Kroll K, Frohne C, Temme G, Lenarz T: Untersuchungen zu einem implantierbaren Hörgerät mit piezoelektrischem Aktor- und Sensorsystem. HNO 1999; 47: 317 Abstract.
75. Wilska A: Eine Methode zur Bestimmung der Hörschwellenamplituden des Trommelfells bei verschiedenen Frequenzen. Scand Arch Physiol 1935; 72: 161–165.
76. Wilska A: A direct method for determining threshold amplitudes of the eardrum at various frequencies. In: Kobrak, ed.: The middle ear. Chicago: University of Chicago Press 1959; 76–79.
77. Wilson EP, Deddens AE, Lesser THJ, Fredrickson JM: Implantable hearing aids. Changes in the auditory-evoked potential of the monkey in response to increased loading of the stapes. Am J Otolaryngol 1990; 11: 149–152.
78. Yanagihara N, Aritomo H, Yamanaka E, Gyo K: Implantable hearing aid. Report of the first human applications. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 1987; 113: 869–872.
79. Yanagihara N, Yamanaka E, Sato H, Gyo K: Efficacy of the partially implantable middle ear implant in middle and inner ear disorders. Adv Audiol 1988; 4: 149–159.
80. Zenner HP: Physiologische und biochemische Grundlagen des normalen und des gestörten Gehörs. In: Helms J, Hrsg.: Oto-Rhino-Laryngologie in Klinik und Praxis. Stuttgart: Thieme Stuttgart; 81–211.
81. Zenner HP, Maassen MM, Lehner R, Baumann JW, Leysieffer H: Ein implantierbares Hörgerät für Innenohrschwerhörigkeiten. Kurzzeitimplantation von Mikrophon und Wandler. HNO 1998; 45: 872-880.
82. Zenner HP, Leysieffer H: Totally implantable hearing device for sensorineural hearing loss. Lancet 1998; 352: 1751.
83. Zenner HP, Maassen MM, Plinkert PK, Zimmermann R, Baumann JW, Reischl G, Leysieffer H: Erste Implantationen eines vollständig implantierbaren elektro-nischen Hörsystems bei Patienten mit Innenohrschwerhörigkeit. HNO 1998; 46: 844-852.
84. Zenner HP: Prinzipielle Anforderungen an einen elektromechanischen Wandler für implantierbare Hörgeräte bei Innenohrschwerhörigkeit. Teil II: Klinische Aspekte. HNO 1997; 45: 787-791.
85. Zenner HP, Leysieffer H: Aktive elektronische Hörimplantate für Mittel- und Innenohrschwerhörige – eine neue Ära der Ohrchirurgie. Teil III: Perspektiven für Innenohrschwerhörige. HNO 1997; 45: 769–774.
86. Zenner HP, Leysieffer H: Aktive elektronische Hörimplantate für Mittel- und Innenohrschwerhörige – eine neue Ära der Ohrchirurgie. Teil II: Gegenwärtiger Entwicklungsstand. HNO 1997; 45: 758–768.
87. Zenner HP, Leysieffer H: Aktive elektronische Hörimplantate für Mittel- und Innenohrschwerhörige – eine neue Ära der Ohrchirurgie. Teil I: Grundprinzipien und Nomenklaturvorschlag. HNO 1997; 45: 749-757.
88. Zenner HP: Ohrchirurgie bei Innenohrschwerhörigkeit. Elektronische Hörimplantate für Innenohrschwerhörige. HNO 1997; 45: 500–502.
89. Zenner HP, Müller G, Baumann JW, Eiber A, Rodriguez-Jorge J, Reischl G, Leysieffer H, Plester D, Maassen MM: Reversible malleus neck dissection: surgical option for loudness increase and feed back suppression of ossicular chain coupled implantable active hearing devices. Annals Otol Rhinol Laryngol 1999, eingereicht.
90. Zenner HP, Baumann JW, Reischl G, Maassen MM, Plinkert PK, Zimmermann R, Limberger A, McElveen J: Patient selection for total implantation of TICA® LZ 3001. Am J Oto 2001, eingereicht.
91. Zenner HP, Baumann JW, Reischl G, Limberger A, Plinkert PK, Zimmermann R, Leysieffer H, Maassen MM: Efficacy of total implantation of a piezoelectric hearing device for sensorineural hearing loss: a prospective clinical study. Am J Otol 2001, eingereicht.
92. Zenner HP: Implantierbare Hörgeräte – der aktuelle Stand. Berlin: Referat Europ-Dt HNO Kongress 2000.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema