ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Psychotherapie bei chronischer funktioneller Dyspepsie

MEDIZIN: Referiert

Psychotherapie bei chronischer funktioneller Dyspepsie

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-185 / B-159 / C-154

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LNSLNS Dyspeptische Beschwerden sind außerordentlich häufig. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung klagt im Laufe eines Jahres über Symptome eines Reizmagens. Zur Therapie stehen eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Empfohlen wird jedoch auch die „kleine Psychotherapie“, die im Wesentlichen in der Aufklärung des Patienten über den gutartigen Charakter der Erkrankung besteht.
Die Autoren berichten über eine randomisierte kontrollierte Studie bei 59 konsekutiven Patienten mit chronischen Symptomen einer funktionellen Dyspepsie, die auf konventionelle pharmakologische Behandlung nicht ansprachen und bei denen gezielt psychotherapeutische Maßnahmen eingesetzt wurden. Beurteilt wurde der Erfolg der Behandlung durch Gastroenterologen. Im Vergleich zur Supportivtherapie schnitten die Patienten, die psychotherapeutisch behandelt worden waren, signifikant besser ab. Dieser Effekt war auch nach einem Jahr noch nachweisbar, wenn man Patienten mit schwerem Sodbrennen ausschloss. Der positive Effekt war sowohl bei Patienten mit normaler als auch mit verzögerter Magenentleerung zu registrieren.
Die Autoren betonen, dass eine Kosten-Nutzen-Analyse zeigen müsse, ob sich die Psychotherapie auch „rechnet“. w

Hamilton J, Guthrie E, Creed F et al.: A randomized controlled trial of psychotherapy in patients with chronic functional dyspepsia. Gastroenterology 2000; 119: 661–669.

Elspeth Guthrie, M. D., Rawnsley Building, Manchester Royal Infirmary, Manchester M13 9BX, England.

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