ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Lexus LS 430: Fahrendes Wohnzimmer

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Lexus LS 430: Fahrendes Wohnzimmer

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-189 / B-163 / C-157

Andresen, Jan

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LNSLNS Toyota stellt sein überarbeitetes Flaggschiff in der automobilen Oberklasse vor.


Der Lexus LS 430 flüstert nicht. Er schweigt. Die 282 PS des Lexus-V8 sind beim Starten nicht zu hören und erst ein beherztes Durchdrücken des Gaspedals bringt die Luxuslimousine zum Grummeln. Die dritte Auflage von Toyotas Nobelkarosse lädt ein zum Genießen. Seidenweich beschleunigt der V8-Motor, der durch Aufbohren der Zylinder um 3,5 Millimeter im Hubraum von vier auf 4,3 Liter vergrößert wurde, den Zweitonner auf Reisegeschwindigkeit. Der Durst des Superbenziners hält sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 12,0 l/100 km in Grenzen.
Auch während der Fahrt ist der Geräuschpegel äußerst dezent. So gleitet man mit dem Lexus fast wie auf Wolken über die Autobahn und nimmt den Verkehr nur noch am Rande wahr. Das liegt unter anderem an einem cw-Wert von 0,25 – der dem Lexus auf den ersten Blick nicht wirklich anzusehen ist. Möglich wird dieser niedrige Wert durch den glattflächigen Unterboden. Weniger in seinem Element ist der Lexus auf kurvigen, engen Straßen. Hier lässt sich der Zweitonner nicht mehr ganz so leicht fahren und erscheint zu weich abgestimmt, auch wenn mithil-
fe einer der zahlreichen Schalter eine sportlichere Abstimmung gewählt werden kann.
„Wellness“ möchte Toyota denn auch mit seinem Flaggschiff transportieren. Und in der Tat bietet der Lexus LS 430 eine Fülle an Details, die einem das Leben leichter machen. Zum guten Fahrklima tragen die komfortablen Ledersitze bei, die stufenlos kühl- oder beheizbar sind. Eine ausgefeilte Klimaautomatik mit oszillierenden Luftdüsen sorgt für allzeit angenehme Innentemperaturen.
Hilfreich ist auch die digitalisierte Karte des Navigationssystems, die sich auf einer DVD-Scheibe befindet. Sie kann im Gegensatz zur herkömmlichen CD-ROM das komplette Straßennetz Europas aufnehmen. Das Navigationssystem mit einer Touchscreen-Bedienung weist einem so – länderübergreifend – zuverlässig den Weg.
Das so genannte Präsidentenpaket – für einen Aufpreis von 16 624 Mark erhältlich – bietet im Fond Sitze mit integrierter Massagefunktion und eine Design-Audioanlage vom Feinsten. Insgesamt beherbergt der Lexus mehr als 100 kleine Elektromotoren. Den Überblick über seine gesammelten Funktionen zu behalten fällt dabei nicht ganz leicht. So sind die Instrumente des Armaturenbretts zwar sehr informativ und auch schön anzuschauen, doch teilweise unübersichtlich.
Der Lexus LS 430 bietet ein Höchstmaß an Komfort. Er braucht deshalb den Vergleich mit etablierten Marken in der Luxusklasse nicht zu scheuen. Bei einem Einstiegspreis von knapp 140 000 DM fällt die Wahl allerdings schwer. Dr. med. Jan Andresen


Ähnlichkeit: Nicht nur die Frontpartie des teuersten Toyotas erinnert an die Stuttgarter Konkurrenz.
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