ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001ARES-Studie: Regression früher arteriosklerotischer Läsionen

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ARES-Studie: Regression früher arteriosklerotischer Läsionen

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-193 / B-156 / C-152

Vetter, Christine

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LNSLNS Verschiedene Studien zeigen, dass Calciumantagonisten die Progression arteriosklerotischer Gefäßschäden hemmen. Die Daten der ARES-Studie deuten an, dass unter der Wirkung des lang wirksamen Calciumantagonisten Amlodipin und dem ACE-Hemmer Enalapril eine Regression bereits bestehender Läsionen möglich ist. Erfasst wird in der laufenden Untersuchung die Intima-Media-Dicke (IMT) der Karotiden, sagte Prof. Klaus Stumpe (Bonn) bei einem Pressegespräch der Firma Phizer in Königswinter.
Per Ultraschall wird der Parameter bei 501 Hypertonikern vor und während einer zweijährigen Behandlung mit Amlodipin (5 bis 10 mg/die) oder Enalapril (10 bis 20 mg/ die) erfasst. Zwischenergebnis nach einem Jahr: Von 501 Personen mit milder bis moderater Hypertonie wiesen 298 eine IMT im geforderten Bereich zwischen 0,8 und 1,5 mm auf. „Bei knapp 60 Prozent der Patienten wurden frühe atherosklerotische Veränderungen nachgewiesen, bei 162 Patienten zeigte sich unter den beiden Prüfmedikationen ein Rückgang der IMT um 0,07 mm, was – so Stumpe – ein hochsignifikantes Ergebnis darstellt“, sagte Stumpe. Da die Studie noch nicht entblindet ist, kann nicht gesagt werden, ob der ACE-Hemmer oder Amlodipin auf die antiatherosklerotische Wirkung überlegen ist, jedoch ist anzunehmen, dass beide Medikationen eine Regression früher arteriosklerotischer Veränderungen bewirken.
Gleichzeitig fielen die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte von 163/99 auf 144/87 mm Hg. Die antiatherosklerotischen Effekte sind offensichtlich unabhängig von der Blutdrucksenkung. Denn die frühere PREVENT -Studie (Effect of Amlodipin on the Progression of Atherosclerosis and the Occurrence of Clinical Events) belegte auch bei normotensiven Patienten einen Rückgang der IMT-Dicke unter Amlodipin. Christine Vetter

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