ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2001Bekanntmachungen: Änderung der BUB-Richtlinien

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Änderung der BUB-Richtlinien

Dtsch Arztebl 2001; 98(4): A-203 / B-162 / C-158

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LNSLNS vom 16. Oktober 2000

Der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen hat in seiner Sitzung am 16. Oktober 2000 beschlossen, die Anlage A der Richtlinien über die Bewertung ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsmethoden gemäß § 135 Abs. 1 SGB V in der Fassung vom 10. Dezember 1999 (BAnz. 2000, S. 4602) wie folgt zu ergänzen:

In der Anlage A „Anerkannte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ wird folgende Nummer angefügt:
8. Photodynamische Therapie (PDT) mit Verteporfin bei altersabhängiger feuchter Makuladegeneration mit subfoveolärer klassischer choriodaler Neovas-kularisation

Empfehlungen zur Qualitätssicherung und zur Dokumentation
Die o. g. Indikation zur Anwendung der PDT mit Verteporfin stellt in der Augendiagnostik einen schwierigen Untersuchungssachverhalt dar, der mit dem etablierten Untersuchungsverfahren der Fluoreszenzangiographie sowohl hinsichtlich der Eingangs- als auch der Folgediagnostik oft nicht zweifelsfrei zu klären ist.
Die Einführung der PDT mit Verteporfin bei der o. g. Indikation in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab wird daher an die Voraussetzung geknüpft, dass zeitgleich eine Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung nach § 135 Abs. 2 SGB V in Kraft tritt. Hierzu werden folgende Empfehlungen gegeben:
– Im Ausschuss „Qualitätssicherung“ sollte geprüft werden, ob Maßnahmen zur Indikationssicherung (insbesondere die obligate Einholung einer Zweitbefundung der Fluoreszenzangiographie) getroffen werden können.
– Alternativ sollte geprüft werden, ob die durchgeführten Fluoreszenzangiographien stichprobenhaft zweitbefundet werden.
– Der jeweilige Untersucher (Facharzt für Augenheilkunde) sollte besondere Erfahrungen in der Durchführung und Befundung von Fluoreszenzangiographien nachweisen und einen durch die DOG/BVA-Kommission akkreditierten Kurs zur PDT absolviert haben.
– Die gerätetechnischen Voraussetzungen für den Laser sind festzulegen.
– Kriterien zur Beendigung der Therapie bei Visusverschlechterung sollten festgelegt werden.
– Die umfassende Dokumentation der Befunde, repräsentativer Fluoreszenzangiographie-Bilder und des Behandlungsverlaufes sollte verpflichtend vorgegeben werden. Die Dokumentationen sind auf Verlangen der kassenärztlichen Vereinigungen für Qualitätssicherungsmaßnahmen vorzulegen.

Die Änderung der Richtlinien tritt am Tage nach der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.

Köln, den 16. Oktober 2000

Bundes­aus­schuss der Ärzte
und Krankenkassen

Der Vorsitzende
J u n g
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