ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1996Ungarn: Studie kritisiert Zustände in Behindertenheimen

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Ungarn: Studie kritisiert Zustände in Behindertenheimen

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BUDAPEST. In Ungarn leben rund 10 000 geistig behinderte Menschen unter erbärmlichen Bedingungen. Viele der rund 90 psychiatrischen Anstalten des Landes sind baufällig und eignen sich nicht für Behinderte. Das ist das Ergebnis einer Studie, die vor kurzem in Budapest vorgestellt wurde.
Die Leiterin der Untersuchung, Katalin Goenczoel, forderte die Schließung eines Heims, das zuvor eine Lagerhalle gewesen war. Außerdem kritisierte sie, daß das Heimpersonal veraltete Methoden anwende, um "widerspenstige Behinderte zu bestrafen". Die Patienten müßten in Spezialbetten liegen, die keine Bewegung zulassen, allein im Zimmer verharren oder Strafe zahlen, wenn sie sich nicht angemessen verhalten. Darüber hinaus gebe es keine medizinische oder psychiatrische Betreuung, weil Personal fehle. afp
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote