ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001BSE-Krise: Arzneimittel gelten als sicher

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BSE-Krise: Arzneimittel gelten als sicher

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-209 / B-167 / C-163

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LNSLNS Einige Bundesländer untersagen Verwendung von Catgut.
Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat eine Rechtsverordnung vorbereitet, die die Verwendung von Materialien, die mit hoher Wahrscheinlichkeit den BSE-Erreger übertragen können, für die Herstellung von Arzneimitteln verbietet. Auch der Import von Arzneimitteln, die mit solchen Materialen hergestellt wurden, wird untersagt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hält indes Arzneimittel für „grundsätzlich sicher“, weil bereits 1994 Vorsorgemaßnahmen getroffen worden seien. „Sicher“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Infektionsrisiko durch die Anwendung von Arzneimitteln nicht größer sein darf als das natürliche Risiko, an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zu erkranken. Die Maßnahmen sollen jedoch unter Berücksichtigung der neuen Risikosituation ausgeweitet werden. Die Verwendung von BSE-Risikomaterial in chirurgischem Nahtmaterial (Catgut) kann das BfArM nicht ausschließen. Mehrere Bundesländer (Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen) haben inzwischen darauf reagiert und die Verwendung von Catgut verboten.
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