ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001WHO und Rauchen: Texte weder bearbeitet noch abgeändert

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WHO und Rauchen: Texte weder bearbeitet noch abgeändert

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-240 / B-190 / C-178

Yach, Derek

Zu dem Beitrag „Mit Tricks zum Ziel oder: Wie man Zustimmung organisiert“ von Hans-Joachim Maes in Heft 49/2000:
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LNSLNS . . . Dieser Artikel (enthält) eine ganze Reihe von Ungenauigkeiten. Wir sind erstaunt, dass Sie einen solchen Text ohne vorherige Überprüfung der Fakten publizieren, und nehmen diese Gelegenheit wahr, die fraglichen Sachverhalte richtig zu stellen. Wir hoffen, dass Sie dieses Schreiben in der nächsten Ausgabe abdrucken.
Die öffentlichen Hearings, wie es sie bislang in der Geschichte der Vereinten Nationen noch nicht gegeben hat, wurden von der WHO einberufen, um das Interesse der öffentlichen Meinung für den internationalen Vertrag zu wecken. Sie wurden fair, offen und in einer für die Öffentlichkeit absolut transparenten Weise geführt. Alle Stellungnahmen waren und sind auf unserer Website abzurufen. Des Weiteren wurden die zweitägigen Hearings live im Internet übertragen, um sie allen zugänglich zu machen, und Interessierte können sie nach wie vor aus dem Archiv abrufen.
Alle Stellungnahmen sind exakt in dem bei uns eingegangenen Wortlaut ins Netz gestellt worden: kein/e WHO-Angestellte/r hat die Texte in irgendeiner Form überarbeitet oder abgeändert. Einige Texte sind allein aus dem Grund ähnlich oder gleich lautend, weil die Stellung nehmenden Organisationen sich bei der Abfassung abgestimmt haben.
Entgegen Ihrer Darstellung haben die Hearings keineswegs nur „geringe Resonanz“ gefunden und sind auch in keiner Weise einseitig beeinflusst worden. Es nahmen sowohl Vertreter der Tabakindustrie als auch führender Public-Health-Institutionen aus aller Welt teil. Das American Cancer Institute, die American Medical Association, die Österreichische Krebsgesellschaft, die Australian Cancer Society, die Commonwealth Medical Association, die World Dental Federation und das Deutsche Krebsforschungszentrum sind nur einige der großen Fachverbände, die an den Hearings teilnahmen. Es wäre sinnvoll gewesen, die Meinung des einen oder anderen dieser Verbände einzuholen, bevor Sie einen persönlichen Standpunkt wie den des Autors dieses Artikels für bare Münze nehmen.
Nicht ein einziger der 514 Stellungnehmenden – einschließlich der Tabakindustrie – hat der WHO vorgeworfen, seine Stellungnahme sei in irgendeiner Form abgeändert worden. Damit sollte zumindest diese Frage geklärt sein . . .
Derek Yach, World Health Organization, CH-1211 Genf 27, Schweiz
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